Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland

Kosten Kohlestrom Atom Strom

Meinung Erneuerbare Energien Umfrage

Zustimmung Solar Wind Energie Atomkraft

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland

Stromerzeugung Deutschland 2015

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Entwicklung der EEG-Umlage

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland

Ökostrom in Deutschland

Ökostrom ist umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind– und Solarenergie, Wasserkraft oder Biogas.

Deutschland will bis 2025 einen Ökostrom-Anteil an der Stromerzeugung von mindestens 40% erreichen und diesen Anteil bis 2035 auf 60% erhöhen. Das 40%-Ziel rückt in greifbare Nähe, denn 2015 hatten die erneuerbarer Energien mit 30% den größten Anteil am deutschen Strommix mit einer Steigerung von 85% seit 2010.

30% Ökostrom-Anteil entsprachen 2015 einer Menge von 195 Milliarden Kilowattstunden, die von fast 2 Millionen Erneuerbare-Energien-Anlagen produziert wurden. Mit den dort entstandenen 371.000 Arbeitsplätzen sind die Ökostrom-Produzenten auch ein bedeutender Arbeitgeber in Deutschland und haben den Braunkohle/Steinkohle-Sektor mit nur noch 33.500 Beschäftigen längst überholt.

Die Erneuerbaren erzeugen bereits mehr Strom als von deutschen Privathaushalten verbraucht wird. Der landesweite Anteil von 22% Privatkunden mit Ökostrom-Tarif kann also noch gesteigert werden.

Ökostrom-Anbieter bieten sauberen Strom an, der aus 100% erneuerbaren Energien stammt. Zu den größten Ökostrom-Anbietern in Deutschland gehören Lichtblick, die Elektrizitätswerke Schönau [EWS], Polarstern Energie, Greenpeace Energy, Bürgerwerke eG, Naturwatt, die Strommixer, ENTEGA und die Naturstrom AG.

„Ökostrom“ ist kein geschützter Begriff und dennoch gibt es Gütesiegel, die den Qualitätsbegriff für den Stromkunden eingrenzen. Diese Zertifikate sollen die ökologische Produktion eines Stromangebotes bestätigen. Die wichtigsten Ökolabel in Deutschland sind das Grüner Strom-Label, Ok-power und die TÜV Nord- / SÜD-Zertifizierung.

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom

Anteil privater Haushalte mit Ökostrom-Tarif [pro Bundesland in %]

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent
Deutschland, Erneuerbare Energien, Haushalte, Infografik, ökostrom, Ökostromtarif

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte und auch immer mehr Verbrauchern wird wichtig, dass Ökostrom aus der eigenen Steckdose fließt.

Zur Anzahl der deutschen Haushalte mit Ökostrom-Bezug gibt es verschiedene Erhebungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen: Tendenz steigend.

Die Bundesnetzagentur [BnetzA, Monitoringbericht 2014] zählte für das Jahr 2013 im Rahmen einer Stromlieferanten-Befragung knapp 7,5 Millionen private Anschlüsse mit Ökostrom-Versorgung. Das sind 17% der fast 44 Millionen Haushaltskunden und ein Anstieg um 2% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Agentur für erneuerbare Energien veröffentlicht Daten auf Bundesland-Ebene und meldet, dass zwischen 16 und 28% der Privathaushalte mit Ökostrom beliefert werden. Spitzenreiter beim Ökostrom-Bezug sind Berlin [28%], das Saarland [28%] und Mecklenburg-Vorpommern [27%], Schlusslichter bilden die Bundesländer Thüringen und Sachsen mit nur 16%.

Laut Umfrage des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ist für 17% der Stromkunden die Wahl eines Ökostrom-Produktes beim Anbieterwechsel wichtig.

English version

Strommix 2016: Stromerzeugung in Deutschland

Anteil der Energiequellen an der Bruttostromerzeugung

Stromerzeugung Deutschland 2016: Strommix
2016, Deutschland, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung, Strommix

Die Jahresauswertung der deutschen Bruttostromerzeugungsdaten zeigt ein leichtes Wachstum bei den Erneuerbaren Energien. Ökostom-Anlagen lieferten im Jahr 2016 rund 191,4 Terawattstunden [Mrd. kWh]. Somit wurde 2,1% mehr regenerativer Strom in das öffentliche Netz eingespeist als im Vorjahr [187,4 TWh].

Photovoltaikanlagen trugen im letzten Jahr 38,3 TWh zum deutschen Strommix bei. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1% verringert. Windenergieanlagen produzierten im Jahr 2016 circa 79,8 TWh und lagen damit minimal [0,6 TWh] über dem Wert von 2015. Der geringe Anstieg in der Stromerzeugung trotz hoher Ausbauzahlen im Windsektor ist den Wetterbedingungen geschuldet. Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im vergangenen Jahr 118 TWh. und liegen damit auf dem zweiten Platz hinter der Braunkohle [150 TWh], aber noch vor der Steinkohle [110 TWh] und Kernenergie [84,9 TWh].
Die Wasserkraft produzierte 21,5 TWh, Biomasse [inkl. Siedlungsabfälle] speiste 51,7 THW ins Stromnetz ein. Beide liegen damit auf dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Die Stromerzeugung aus Kohle- und Kernkraftwerken hat 2016 leicht abgenommen. Kernkraftwerke lieferten 2016 rund 7,5% weniger Energie [84,9 TWh] was laut Fraunhofer ISE vor allem mit der Abschaltung des Reaktors Grafenrheinfeld im Juni 2015 zusammenhängt.

Auch die Stromerzeugung aus Braunkohlekraftwerken ging leicht zurück - 4,5 THW oder 2,9%. Steinkohle trägt nur noch 17% [110 TWh] zum Energiemix 2016 bei, was einem Verlust von 1,2 Prozentpunkten am Strommix entspricht. Der verminderte Kohleeinsatz schlägt sich laut Bericht der Agora Energiewende auch in der Klimabilanz nieder. Die CO2-Emissionen für die Stromproduktion gingen 2016 leicht zurück und lagen bei 306 Millionen Tonnen [-1,6% gegenüber 2015].

Besonders stark zugenommen hat 2016 die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken. Insgesamt erzeugten sie rund 78,5 Terawattstunden, was einer Steigerung von 26,6% im letzten Jahr entspricht. Der Grund für diesen Anstieg sind die gefallenen Großhandelspreise fur Erdgas. Mit einem Anteil von 12,1% am Erzeugungsmix lieferte Gas fast so viel Strom wie Kernkraftwerke [13,1%].

Laut Agora Energiewende liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch bei 32,3%, was einem Anstieg um 0,8 Prozentpunkte entspricht.

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern in Deutschland 2016 [vorläufig]

Energieträgerin Mrd. kWhin %
Kernenergie84,913,1
Braunkohle150,023,1
Steinkohle110,017,0
Erdgas78,512,1
Erneuerbare191,429,5
davon:
Wasser21,53,3
Wind79,812,3
Photovoltaik38,35,9
Biomasse51,78,0
Sonstige Energieträger33,35,1
Stromerzeugung [brutto] gesamt648100,0

Warum unterscheiden sich die Strommix-Daten beim Strom-Report von denen anderer Institute, Vereine oder Webseiten?

Das liegt häufig an der Erhebung oder Aktualität der Daten. Die Stromproduktion wird in Deutschland als Nettostromerzeugung oder Bruttostromerzeugung angegeben und kann je nach Energieträger bis zu 8% abweichen. Die Erzeugungsdaten von Windenergie- und Solaranlagen werden von den Übertragungsnetzbetreibern hochgerechnet und stehen immer erst Ende September des Folgejahres zur Verfügung. Daher auch die Anmerkung "vorläufig".

Sie benötigen diese kostenlose Grafik in hoher Auflösung für ein Druck-Medium? Schreiben Sie uns eine E-Mail mit den Details an info [a] strom-report.de

Fossile-Energien-Umage: Die realen Kosten von Kohle- & Atomstrom

Fossile-Energien-Umlage läge bei 10,2 Cent/kWh

Kosten Kohlestrom Atom Strom
Atom, Kohle, Kosten, Strom

Die seit Jahren steigenden Strompreise sorgen für anhaltende Diskussionen. Transparenz und faire Verteilung werden gefordert bei Umlagen, Abgaben und Entgelten.

Die EEG-Umlage, über die der Ökostrom-Ausbau gefördert wird, ist transparent auf der Stromrechnung mit 6,88 Cent je Kilowattstunde ausgewiesen. Der Stromkunde weiß also, was ihn dieser Teil der Energiewende kostet. Doch die von den fossilen Energieträgern Kohle, Atom und Gas verursachen Kosten werden nicht über den Strompreis abgerechnet. Es entsteht der Eindruck als müssten wir uns durch die Energiewende von spottbilligen Energiequellen verabschieden. Doch das ist nicht so. Die alten Energien erhalten staatliche Subventionen, Steuervergünstigungen und müssen nur für einen Bruchteil der verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden aufkommen. Diese Kosten werden letztlich auf den Steuerzahler abgewälzt.

Subventionen, Steuervergünstigungen und Folgeschäden

Um sie zu belegen, errechnet das FÖS [Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft] jedes Jahr genau, welche gesellschaftlichen Ausgaben durch die staatliche Förderung von Atomenergie, Kohle und Erdgas und deren Folgeschäden entstehen.

Im Jahr 2017 werden die versteckten Kosten der fossilen Energien voraussichtlich ein Volumen zwischen 33 und 38 Milliarden Euro erreichen. Das sind deutlich höhere Ausgaben als über die EEG-Umlage zur Förderung von Sonne, Wind und Co. gedeckt werden müssen. Knapp 25 Milliarden Euro werden in diesem Jahr investiert [Agora Energiewende].

Fossile-Energien-Umlage läge bei 10 Cent|kWh

Schlägt man die Kosten der Förderung und Umweltbelastung durch Atom, Kohle und Erdgas wie beim EEG auf den Strompreis auf, haben wir im Jahr 2017 eine Fossile-Energien-Umlage von etwa 10 Cent je Kilowattstunde, was den Strom für private Haushalte von 29 Cent auf etwas mehr als 39 Cent verteuert. Diese 10 Cent werden aus Steuermitteln finanziert [Kosten zw. 9,4 bis 10,8 Ct|kWh].

Die Fossile-Energien-Umlage ist damit 48% höher als der vermeintliche Strompreistreiber EEG-Umlage [6,88 Cent]. Der Vergleich des FÖS zeigt, dass Erneuerbare Energien nicht nur sauberer, sondern unterm Strich auch deutlich günstiger sind als Kohle, Atom und Gas.

Datenquelle: Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Greenpeace Energy AG

Wo ist Ökostrom am günstigsten?

Preise für Ökostrom im landesweiten Vergleich 2015

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland
Deutschland, ökostrom, Preise, Vergleich

Preise für Ökostrom-Produkte unterscheiden sich in Deutschland nur noch geringfügig von denen anderer Tarife. Oft sind die sogenannten Graustrom-Angebote sogar teurer als die grüne Energie.
Doch auch bei den Ökostrompreisen gibt es ein hohes Preisgefälle innerhalb des Bundesgebietes. Zahlt eine Familie in Sassnitz auf der Insel Rügen für 5.000 Kilowattstunden 1.150 Euro im Jahr, gibt es die gleiche Menge Strom in Passau schon für 1.000 Euro.

Hauptgrund für die enormen Unterschiede sind die Netzentgelte, die für die Bereitstellung des Stromnetzes und den Transport des Stroms berechnet werden. Da Ökostrom-Anlagen vor allem auf dem Land gebaut werden, muss hier auch das Verteilernetz am stärksten ausgebaut werden, das den Strom aufnehmen und transportieren soll.

Das führt zu höheren Netzausbau-Kosten in den ländlichen Regionen, in denen die Bevölkerungsdichte viel geringer ist. Weil die Netzbetreiber die Kosten aber regional an die Kunden weitergeben, verteilen sich immer höhere Kosten auf immer weniger Kunden. Am stärksten betroffen von dieser Umlage-Praxis sind Menschen in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Zur Klassifizierung der Ökostrom-Label/Zertifikate und der Ökostromanbieter ist eine Infografik in Produktion. Wenn Sie diese bei Erscheinen erhalten möchten, tragen Sie sich für das Presse-Abo ein oder schicken Sie uns eine Nachricht.

Breite Mehrheit der Deutschen für schnellen Ökostrom-Ausbau

95% unterstützen den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien - Tendenz steigend

Zustimmung Erneuerbare Energien Deutschland
Energiewende, Erneuerbare Energien, ökostrom AEE, Greenpeace · 2017

Die Erneuerbaren Energien genießen eine überwältigende Akzeptanz bei der deutschen Bevölkerung - mit weiter steigender Tendenz. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche, repräsentative Umfrage im Auftrag der AEE. 95% der Befragten halten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren für wichtig oder sogar für sehr wichtig.  Damit ist die Zustimmung um weitere 2% seit dem Vorjahr gewachsen. Zukunftssicherheit [75%] und Klimaschutz [72%] sind die wichtigsten Gründe.

65% der Deutschen finden den Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen selbst in der eigenen Nachbarschaft eher gut bis sehr gut. Bei Erfahrung mit der Technologie steigt die Akzeptanz bei Solar von 72% auf 94% und bei Windenergie von 57 auf 69% an.

Auch beim Thema Finanzierung ist die Mehrheit der Befragten bereit, ihren Beitrag zu leisten. 48% halten die Höhe der EEG-Umlage für angemessen, während 8% sogar bereit wären, mehr zu zahlen. 37% halten den Beitrag für unangemessen hoch.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace im vergangenen Jahr kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. 86% der Menschen in Deutschland wünschen sich einen beschleunigten [55%] oder zumindest konstanten Ausbau [31%] der Erneuerbaren Energien. 87% möchten gleichbleibende oder verbesserte Möglichkeiten, sich an der Energiewende zu beteiligen. Interessant ist, dass sich die Anhänger aller Parteien gleichermaßen für einen ungebremsten Zubau von Windkraft und Solarenergie aussprechen [55% wollen es schneller, 31% konstant].

Breite Zustimmung für Erneuerbare Energien bei Anhängern aller Parteien

Umfrage zum verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien - Meinung nach Wählerschaft

Meinung Erneuerbare Energien Umfrage
BTW17, Energiewende, ökostrom AEE, BEE · 2017

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag der AEE ist der Ausbau der erneuerbaren Energien für die Mehrheit der Deutschen ein wichtiges Anliegen - ungeachtet der politischen Ausrichtung. Wähler aller Parteien sprechen sich mit annähend gleicher Zustimmung für die stärkere Nutzung von Solarenergie, Windkraft, Biomasse, und Co. aus.

Der Wunsch nach einer schnelleren Energiewende ist bei Grünen-Wählern mit 100% am höchsten, aber auch bei CDU/CSU-Wählern sowie Anhängern von SPD und der Linken liegt der Zustimmungswert oberhalb von 96%. Am geringsten [90%] ist der Zuspruch bei den AFD-Wählern.

67% der Nichtwähler halten eine stärkere Nutzung und Ausbau erneuerbarer Energien für „sehr oder außerordentlich wichtig“, weitere 26% erklärten, der verstärkte Ausbau der regenerativen Energien sei „wichtig“.

Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft

Hohe Zustimmung zu Erneuerbare-Energien-Anlagen im eigenen Wohnumfeld

Zustimmung Solar Wind Energie Atomkraft
Ablehnung, Akzeptanz, Erneuerbare Energien, ökostrom, Zustimmung 2017

Laut einer Kantar Emnid-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien für 95% der Deutschen sehr wichtig und die Mehrheit [65%] steht regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber. Knapp zwei Drittel der Befragten finden Solar- und Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft gut oder sehr gut. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz laut AEE. Bei den Solarparks erhöht sich die Zustimmung von 72 auf 94%, bei Windkraft von 57 auf 69% und bei Biogas von 39 auf 51%.

Im Gegensatz dazu...

ist die Akzeptanz gegenüber fossilen und atomaren Kraftwerken deutlich geringer. Aber auch bei fossilen steigt die Zahl der Befürworter mit dem Erfahrungswert. Bei Gaskraftwerken erhöht sich die Akzeptanz von 20 auf 50%, bei Kohlekraft von 5 auf 14%. Haben die Befragten allerdings bereits Vorerfahrungen mit Kernkraft, sinkt die Zustimmung von 6 auf 5%.

Im Jahr 2016 befürworteten 73% der Befragten [ohne Vorerfahrung] den Bau eines Solarparks im direkten Umfeld. Damit hat Solar einen Prozentpunkt verloren. Die Umfragewerte für Windkraftanlagen sind um 5% gestiegen, Gas und Kohle haben 1% Zustimmung verloren und Atomkraft legte 1% zu.

Entwicklung der EEG-Umlage 2010 – 2017

EEG-Umlage für Haushalts- und Gewerbekunden in Deutschland

Entwicklung der EEG-Umlage
2017, EEG Umlage, Strompreise

Die EEG-Umlage erhöht sich 2017 um 0,53 Cent und beträgt ab 1. Januar 6,88 Cent pro Kilowattstunde [2016: 6,35 Cent]. Das ist ein Zuwachs von 8,3% nach einer Steigerung von 3% in 2016. Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr offiziell bekannt gegeben.

Zum Zeitpunkt der Berechnung der EEG-Umlage für 2017 war das EEG-Konto mit 1,9 Milliarden Euro im Plus [2015: 2,5 Mrd.]. Der Kontostand ist Teil der Gebührenkalkulation.

Die EEG-Umlage ist im Jahr 2017 mit 6,88 Cent pro Kilowattstunde mehr als 36-mal so hoch wie zu ihrer Einführung im Jahr 2000 [0,19 Cent] und 3,4-mal so hoch wie im Jahr 2010 [2,05 Cent].

Mit der EEG-Umlage wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Betreiber von Ökostrom-Anlagen erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen gesetzlich festgelegten Betrag.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis an der Strombörse und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Anlagenbetreiber erhalten. Einer der größten Preistreiber der Umlage für Haushalts- und Gewerbekunden sind die gewährten Industrierabatte in Milliardenhöhe.

Gründe für die Unterstützung der Energiewende

Hauptgründe deutscher Verbraucher für die Befürwortung der Energiewende

Unterstützung der Energiewende, erneuerbarer Energien und Ökostrom
Atomkraft, co2, Energiewende, Erneuerbare Energien, ökostrom

Laut Agentur für Erneuerbare Energien befürworten 92% der Deutschen die Energiewende, doch die Gründe sind vielfältig. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers wollte deshalb von 1.015 Bundesbürgern wissen, warum sie den Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen.

Der Wunsch nach Abschaffung der Atomenergie ist für 43% der Hauptgrund für die Zustimmung zum fundamentalen Umbau der deutschen Energieversorgung. Die Mehrheit der Deutschen sagt, das Risiko sei zu hoch und die Gefahren nicht beherrschbar, wie die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima belegen. Selbst für den bereits angefallenen hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken wurde bisher kein Endlager gefunden.

27% der Befragten befürworten die Energiewende wegen der Ressourcen-Knappheit fossiler Energieträger, denn Kohle, Öl und Gas sind endlich. Und je knapper diese werden, umso teurer wird ein Energiesystem, das auf fossile Energieträger setzt. 

Inzwischen wird ein Großteil der fossilen Energieträger wie Öl und Gas importiert, wogegen die Erneuerbaren heimische Energien sind, die zur inländischen Wirtschaftsleistung beitragen und die Importabhängigkeit verringern.

Die Reduktion der CO2-Emissionen ist für 18% der Deutschen Anlass zur Unterstützung der Energiewende, denn bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen klimaschädliche Treibhausgasemissionen, die Hauptverursacher des Klimawandels. Laut Bundesumweltamt wurden 2014 in Deutschland 912 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen. Das entspricht im Vergleich zu 1990 zwar einem Rückgang von 27%, doch die angestrebte Kohlendioxid-Reduktion von 40% bis 2020  ist ohne die konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien nicht zu erreichen. Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie haben 2014 nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien 148 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

English version

Erneuerbare Energien Factsheet Deutschland

Status des Ausbaus, Bundesländer-Ranking und Zustimmung in der Bevölkerung

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland
Biomasse, Deutschland, Erneuerbare Energien, ökostrom, Photovoltaik, Windenergie

2014 jährte sich der Tag der erneuerbaren Energien zum 20. Mal. Diesen Tag nehmen Energiewirtschaft und Technologie-Hersteller traditionell als Anlass, Möglichkeiten und Perspektiven der Energieversorgung auf der Basis regenerativer Ressourcen zu präsentieren.

Zur wichtigsten Energiequelle in nur 20 Jahren

Ein Wachstum von 6 auf 26% in 20 Jahren ist eine gute Bilanz für die erneuerbaren Energien. Damit wurden sie 2014 zur wichtigsten Energiequelle im deutschen Strommix. In 10 Jahren, so will es der Ausbauplan, sollen sie mindestens 40% unseres Strombedarfs decken.

Seit ’95 ist viel passiert: Die jungen Technologien haben sich erfolgreich bewährt. Windenergie, Biomasse und Photovoltaik haben stark an Bedeutung gewonnen. Zusammen mit der Wasserkraft produzierten Sie im vergangenen Jahr 160 Milliarden Kilowattstunden, was dem Stromverbrauch aller deutschen Privathaushalte entspricht.

Die Deutschen stehen hinter den Erneuerbaren

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat im Oktober 2014 herausgefunden, dass 92% der Deutschen den verstärkten Ausbau und die Nutzung der alternativen Quellen für wichtig halten. Sie verbinden damit Klimaschutz und einen Beitrag zur Generationsgerechtigkeit. Laut einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers können sich 65% der Deutschen vorstellen, selbst Strom zu produzieren, 3% tun es bereits.

Im Ranking der Bundesländer mit dem höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch liegt Brandenburg mit 76% an der Spitze dicht gefolgt von Schleswig-Holstein (66%) und Mecklenburg-Vorpommern (62%). Dieses Ranking wird von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie auf Basis der Daten der Bundesnetzagentur ermittelt.

English Version: Renewable Energy in Germany

Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche

Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland 2008 - 2013

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland
Arbeitsplätze, Biomasse, Erneuerbare Energien, Jobs, Photovoltaik, Windenergie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland geht voran und erreicht mittlerweile einen Anteil von 26,2 % an der Gesamt-Stromerzeugung. Bis 2012 war die deutsche Energiewende auch ein Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt, denn die Beschäftigungszahlen stiegen innerhalb von acht Jahren um 150 %. Waren im Jahr 2004 nur etwa 160.000 Menschen in der Erneuerbaren-Branche beschäftigt, stieg die Zahl der Arbeitsplätze bis 2012 auf fast 400.000 an.

2013 ist die Beschäftigtenzahl dann mit rund 371.400 Stellen erstmals deutlich geschrumpft. In der Photovoltaik-Branche war der Rückgang am stärksten und wird auf den Nachfrage-Einbruch und den darauf folgenden Konsolidierungsprozess zurückgeführt. Die Zahl der Photovoltaik-Jobs ging von knapp 100.000 in 2012 auf etwa 56.000 im Jahr 2013 zurück. Erste Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft gehen von einem Verlust von weiteren 18.000 Arbeitsplätzen in 2014 aus.

In der Windbranche konnte im Jahr 2013 dagegen ein Zuwachs der Beschäftigung von knapp 17 % verzeichnet werden. In Deutschland waren 137.800 Menschen im Windsektor beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 18.800 wurden Offshore eingesetzt.

Im Biomasse-Sektor lag die Beschäftigung mit rund 126.400 Personen fast auf Vorjahrsniveau (127.500).

Bei der Ermittlung der Beschäftigung wurden die direkten Arbeitsplätze berechnet, die mit der Herstellung und dem Betrieb der Anlagen zusammenhängen, aber auch die indirekte Beschäftigung bei Zulieferern und durch die öffentliche Hand. Insgesamt können laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie etwa 65 % der für 2013 ermittelten 371.400 Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz zurückgeführt werden. Das sind genau 241.410.

Den Kohlebergbau-Sektor, der zu Beginn des Jahres 2015 nur noch  33.500 Menschen beschäftigte, stellen die erneuerbaren Energien schon lange in den Schatten. [Gesamtbelegschaft Steinkohle: 12.104 Stand Januar 2015, Beschäftigte im Braunkohlebergbau inkl. Braunkohlenkraftwerken: 21.406, Stand März 2015]

Quellen:
BMWi, Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland (2008 - 2014)
Bundesverbande Solarwirtschaft e.V., Statistikpapier "Photovoltaik"(aktualisierte Fassung 03/2015)

Stromerzeugung erneuerbare Energien 2010-2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Energiewende, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung

Ein Ziel der Energiewende ist es, die Stromversorgung nach und nach auf erneuerbare Energien umzustellen. Laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 auf 40 bis 45% steigen.

Die Stromerzeugung aus Windenergie hat mit über 56 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) den größten Beitrag geleistet, legte aber trotz guter Ausbauzahlen nur geringfügig zu. Biomasse wuchs um 5% und war 2014 mit 43,0 Mrd. kWh zweitgrößter Produzent unter den Erneuerbaren.
Die Photovoltaik setzt ihren Wachstumstrend fort, obwohl nur wenig neue Anlagen installiert wurden und produzierte mit 34,9 Mrd. kWh fast 13% mehr Strom als 2013. Leicht verringert hat sich nur der Anteil des Stroms aus Wasserkraft. Er belief sich 2014 auf 20,5 Mrd. kWh. Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien gegenüber 2013 knapp zwei Prozentpunkte zulegen.