Strompreisentwicklung in Deutschland: Die Strompreise 2019

Verbraucher müssen mit weiter steigenden Kosten rechnen

Obwohl die Umlagen sinken und auch die Netzentgelte in einigen Teilen der Bundesrepublik nachgeben, müssen Stromkunden in Deutschland 2019 mit weiter steigenden Stromkosten rechnen. 403 Stromanbieter haben bereits Preiserhöhungen um im Schnitt 5,3% gemeldet. In den Versorgungsgebieten leben knapp 4 Millionen Haushalte.

Strompreisentwicklung 2019: Steuern und Umlagen

Die EEG-Umlage sinkt 2019 um 0,39 Cent und beträgt ab 1. Januar 6,405 Cent pro Kilowattstunde [2018: 6,792 Cent]. Das ist ein Rückgang von 5,7% im kommenden Jahr. Die EEG-Umlage ist mit aktuell 23,1% der größte Kostenblock im Bereich Steuern und Umlagen.

Die KWK-Umlage wird 2019 ebenfalls sinken und 0,280 Ct/kWh betragen. Auch die §19 Strom-Netzentgeltverordnung(NEV)-Umlage fällt um rund 17,6% auf 0,305 Cent je KWh, sowie auch die §18 Abschaltbare-Lasten-Umlage. Sie sinkt um 54,5% auf 0,005 Cent je KWh.

Beim Verbraucher kommt von den sinkenden Umlagen auf der Stromrechnung allerdings nicht viel an, da im kommenden Jahr die Offshore-Netzumlage aus den Netzentgelten herausgerechnet und unter dem neuen Namen Offshore-Haftungsumlage eingeführt wird. Sie betrug 0,037 Cent pro kWh und klettert nun mit neuem Label auf 0,416 Cent, was einer Steigerung von 1.024% entspricht.

Damit liegt die Höhe der Umlagen für 2019 bei 7,411 Cent je Kilowattstunde und sinkt nur um insgesamt 1,9% im Vergleich zum Vorjahr. Die Stromrechnung einer durchschnittlichen Familie [3.500 kWh|Jahr] könnte somit rein rechnerisch 5,04 € niedriger ausfallen.
Strompreise vergleichen

Strompreisentwicklung 2019: Netzentgelte

Ein weiterer Faktor für die Preisentwicklung sind die Netzentgelte [aktueller Anteil am Strompreis 24,7%]. Im Sommer 2017 wurde zwar die Vereinheitlichung der Netzentgelte beschlossen, doch das Gesetz [NEMoG] sieht die schrittweise Anpassung erst ab 2019 bis 2023 vor. Laut aktuellen Preisankündigungen der Netzbetreiber werden die Gebühren 2019 im bundesweiten Durchschnitt um 2% steigen. Besonders stark treffen die Preissteigerungen den Norden Deutschlands. Bremer Stromkunden zahlen im nächsten Jahr 18% mehr, in Schleswig-Holstein und Hamburg sind es 12% und Mecklenburg Vorpommern 9%. In einigen Bundesländern sinken die Netznutzungsgebühren entgegen dem bundesweiten Trend. Im Saarland geben die Preise um 7% nach, in Rheinland-Pfalz 4%. Für Verbraucher in Hessen, Sachsen und Berlin werden die Netzentgelte 2019 um 2% sinken.
Zu den Details: Netzentgelte 2019 nach Bundesländern

Strompreisentwicklung 2019: Börsenstrompreis

Die Strompreise im Großhandel sind im Jahr 2018 kräftig gestiegen. Der aktuelle Börsenpreis am Terminmarkt, wo Lieferanten längerfristige Stromeinkäufe tätigen [EEX-Baseload] kletterte Ende September auf über 5,5 Cent pro Kilowattstunde [+54% vgl. Jan. 2018]. Damit erreichten die durchschnittlichen Einkaufspreise für Strom das Niveau von September 2013 und damit den höchsten Stand seit 5 Jahren. Hintergrund dieser Strompreisentwicklung sind die gestiegenen Beschaffungskosten für Gas und Kohle sowie für CO2-Zertifikate [Luftverschmutzungsrechte], deren Preis in diesem Jahr von 5 € auf 20 € pro Tonne gestiegen ist. Setzt sich der Trend fort, ist ein Anstieg der Strompreise für Endverbraucher sehr wahrscheinlich.

Strompreisentwicklung 2019: Fazit

Die Kosten für die Netze ziehen weiter an und gemeinsam mit den deutlich steigenden Großhandelspreisen werden die Energieversorger diese Belastungen einpreisen müssen. Trotz sinkender Umlagen sind die Chancen für stabile Strompreise für 2019 sehr gering.

Strompreiserhöhungen 2019

Bisher haben 403 Stromanbieter Preiserhöhungen für 2019 um durchschnittlich 5,3 % angekündigt. In den Versorgungsgebieten sind knapp 4 Millionen Haushalte registriert. Die meisten Strompreiserhöhungen werden in Bayern und Baden-Württemberg gemeldet.
 Zur Liste der Strompreiserhöhungen 2019

Verbraucherfreundliche Tarife für 2019 mit Preisgarantie
1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
kWh

 

Strompreisentwicklung 2018

Stromkunden im Westen Deutschlands mussten 2018 mit weiter steigenden Stromkosten rechnen. Zwar hat sich die EEG-Umlage zunächst kaum verändern. Sie sankt um 0,09 Cent und lag ab 1. Januar bei 6,79 Cent pro Kilowattstunde, was einem Rückgang von 1,3% entspricht [2017: +8,3%]. Die Stromrechnung einer durchschnittlichen Familie [3.500 kWh|Jahr] konnte somit rein rechnerisch um maximal 3,15 € sinken.
Laut Netzbetreiber war ein weiterer Anstieg der Netzentgelte für 2018 nicht abzuwenden. Grund seien der Ausbau der Netze und Netzstabilierungsmaßnahmen. Mit 45% stiegen die Preise beim Netzbetreiber Amprion 2018 am stärksten an. Transnet BW, kündigte ab Januar 13% höhere Durchleitungsgebühren an. Tennets Preiserhöhung lag bei 9%. Die Netzentgelte im Osten Deutschlands sanken 2018 großflächig. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz kündigte eine Reduktion um 11% an.
Eine größere Preisanpassungswelle wie im vergangenen Jahr [2017] blieb aus. Dennoch erhöhten etwa 50 Grundversorger die Strompreise um durchschnittlich 3,1%. Betroffen waren Gebiete mit etwa 1,8 Millionen Haushalten.

Strompreisentwicklung 2017

 

Stromkunden in ganz Deutschland hatten 2017 mit steigenden Stromkosten zu kämpfen. 430 Stromgrundversorger haben die Preise erhöht. Im Schnitt lagen die Erhöhungen bei 3,5 % und betrafen Regionen mit etwa 17 Millionen Haushalten  Liste 2017  Begründet wurde die Verteuerung mit höheren Netzentgelten und der gestiegenen EEG-Umlage.

Die Netzentgelte sind im bundesweiten Schnitt um 6,7% gestiegen. Sie machen etwa ein Viertel des Strompreises aus und sind damit der größte Kostenblock auf der Stromrechnung für private Verbraucher. Die Erhöhungen fielen jedoch auch 2017 regional sehr unterschiedlich aus. In Mecklenburg-Vorpommern [+21%], Brandenburg [+20%] und Schleswig-Holstein [+18%] erreichten die Netzkosten im in diesem Jahr Spitzenwerte. Haushalte in Ostdeutschland zahlen 2017 durchschnittlich 54% mehr für die Durchleitung des Stroms als Verbraucher im Westen.
Zudem müssen alle Haushalte in diesem Jahr die um fast 8% erhöhte EEG-Umlage zahlen, die von 6,35 auf 6,88 Cent je Kilowattstunde steigt. Zusätzlich wird auf Netzentgelte und EEG-Umlage noch 19% Mehrwertsteuer erhoben.

Auf der Entlastungsseite standen zwar geringere Beschaffungskosten – Anfang 2017 kostete die Kilowattstunde an der Leipziger Strombörse im Schnitt 3 Cent. Doch mit dem Anstieg der Netzentgelte und der EEG-Umlage wurden Rückgänge durch sinkende Börsenstrompreise mehr als ausgeglichen. Der durchschnittliche Strompreis für Endverbraucher hat 2017 mit 29,16 Cent wieder ein neues Rekordniveau erreichen.

Strompreise 2017 in Grafiken

Strompreisentwicklung 2000 – 2017

Strompreis in Deutschland

Strompreiserhöhungen 2017

Strompreisentwicklung 2016

2016 war für viele Stromkunden kein günstiges Jahr. 239 der fast 900 Grundversorgern haben die Preise um durchschnittlich rund 3 % erhöht. (Max Preiserhöhung 14,2 %). Von den Erhöhungen waren 17 Millionen Haushalte betroffen, von denen mehr als die Hälfte in Bayern und Baden-Württemberg zu Hause ist.
Von den großen Stromkonzernen erhöhte Vattenfall, zum 1. April den Strompreis in Hamburg (+ 4,9 %) und Berlin (+3,96 %). E.ON meldete Preiserhöhungen für 5 Versorgungsgebiete zwischen 2,8 % und 11,6 %. RWE hielt sich mit Strompreiserhöhungen zurück.

Obwohl der Börsenpreis für Strom kontinuierlich sank, erhöhten viele Versorger wegen gestiegener Netzentgelte und staatlicher Umlagen die Strompreise. Der Steueranteil hatte 2016 mit einem Anstieg auf 54% ein neues Rekordhoch erreicht (+2%). Der Kostenblock „Steuern, Abgaben und Umlagen“ hat sich in den letzten 10 Jahren von 7,7 Cent auf 15,5 Cent pro Kilowattstunde mehr als verdoppelt.

Wie TopTarif meldete, sind die „Preise der Grundversorgungstarife“ 2016 um durchschnittlich 1,3 % auf das Rekordniveau von 30,27 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gestiegen. Trotz dieser Preisentwicklung bezögen noch immer ein Drittel der Verbraucher Strom im Grundversorgungstarif des örtlichen Versorgers – dem meist teuersten möglichen Tarif. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom, in dem Angebote der örtlichen Grundversorger und überregionaler Anbieter berücksichtigt werden, meldete einen Preisanstieg von 1,4 %.

Stromtarife 2019: Viele bereits inkl. EEG 2019 und Netzentgelten
1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
kWh

Die steigenden Strompreis-Bestandteile

Die EEG-Umlage kletterte 2016 um 3% auf ein Rekordhoch von 6,35 Cent pro Kilowattstunde (2015: 6,17 Cent) meldeten am 15. Oktober die Netzbetreiber. Sollten die Versorger die Erhöhung in vollem Umfang an die Kunden weitergeben, zahlt eine durchschnittliche 4-köpfige Familie mit einem Stromverbrauch von 5.000 Kilowattstunden (Musterfamilie) im kommenden Jahr allein für die EEG-Umlage etwa 11 € mehr, wie aktuelle Berechnungen des Informationsdienstes Strom-Report.de ergeben.

Netzentgelte wurden ebenfalls in vielen Versorgungsgebieten erhöht. Im Zuge der Energiewende werden die Netzbetreiber enorme Investitionen in die Infrastruktur stemmen und diese Kosten ohne Zögern an die Verbraucher weitergeben. Zudem kostet Seehofers Extrawunsch für die Erdverkabelung der Nord-Süd-Stromtrassen zwischen 3 und 8 Milliarden Euro extra. Der durchschnittliche Preisanstieg der Netzgebühren lag 2016 bei 5,4%, was zu einem Preis von 7,55 Cent je Kilowattstunde geführt hat. Rechnerisch ergibt sich so für die Musterfamilie eine Mehrbelastung von weiteren 50 € pro Jahr.
Liste der Netzentgelte für 2016 – So teuer wird der Stromtransport

Auf Beschluss der Großen Koalition verdoppelten sich 2016 die Zuschüsse für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Umlage) – von aktuell 0,25 Cent pro kWh auf voraussichtlich 0,53 Cent. Für die 4-köpfige Familie würden die Jahreskosten um 14 € steigen. (Quelle: Dow Jones Energy)

Ende 2016 sollte es auch eine neue Abgabe geben: Für Braunkohlekraftwerke. Die betreffenden Kraftwerke sollen eigentlich vom Strommarkt genommen werden, aber als Reserve in stromknappen Zeiten bereitstehen. Dafür erhalten die Energiekonzerne rund 230 Millionen Euro pro Jahr über einen Zeitraum von sieben Jahren. Die Netzentgelte würden dadurch um rund 0,05 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Mehrkosten für den Stromkunden 2,50 €.

Verbraucherfreundliche Tarife für 2017 mit Preisgarantie
1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
kWh

Preiserhöhung und Einsparpotenzial

Strompreise und Ersparnis 2015Im ersten Halbjahr 2016 waren 17 Millionen Haushalte von Preiserhöhungen von durchschnittlich 3,0% betroffen. Steigende Preise im Bereich der Abgaben konnten die Stromanbieter zum Teil durch die gesunkenen Großhandelspreise an der Strombörse  kompensieren, die zwischen Sommer 2014 und 2015 um rund 10% nachgegeben haben.

 Liste der Strompreiserhöhungen 2016  Liste der Strompreissenkungen 2016

Um der Kostenspirale entgegen zu wirken, ist die Wahl eines Stromanbieters mit Preisgarantie ratsam. Das durchschnittliche Preisgefälle zwischen den Grundversorgungstarifen und den günstigsten verbraucherfreundlichen Tarifen eines alternativen Stromanbieters lag im ersten Halbjahr 2016 bei 15%. (Zuzüglich 10-20% Bonuszahlung).

Laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur haben 2014 fast 3,8 Millionen Stromkunden ihren Anbieter gewechselt.

Stromtarife ab 14.12.2018 mit Preisgarantie
1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
kWh

STROMPREISENTWICKLUNG 2015

Gesunkene Strompreise für private Verbraucher

Für mehr als 11 Millionen Kunden sind die Strompreise 2015 um durchschnittlich 2,4 Prozent gesunken, denn nach jahrelangem Zögern haben mehr als 400 der rund 1.000 Stromanbieter die niedrigen Börsenpreise und die gesunkene EEG-Umlage an ihre Kunden weitergegeben. Der Preisrückgang war ein guter Schritt, brachte aber nur eine leichte Entlastung auf einem ohnehin sehr hohen Preisniveau. Es wurden Preiserhöhungen in der Grundversorgung gemeldet, insbesondere in den Versorgungsgebieten von EnBW, Vattenfall und E.ON.

Anfang September 2015 sank der Strompreis an der Leipziger Energiebörse EEX auf ein Rekordtief von nur 2,6 Cent pro Kilowattstunde. Das war zu diesem Zeitpunkt der niedrigste Stand seit zwölf Jahren. Dennoch wurden die gesunkenen Großhandelspreise kaum an Privatkunden weitergegeben.

Mitte Oktober 2015 wurde die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr (2016) festgelegt. Obwohl auf dem EEG-Konto ein riesiges Plus von 2,5 Milliarden Euro schlummerte, kam es nicht zu Senkung der Umlage. Es wurde beschlossen, einen Liquiditätsreserve anzulegen und damit einmal mehr deutlich, wer die Kosten der Energiewende auch in Zukunft tragen soll. Vor allem Stromkunden und Steuerzahler werden zur Kasse gebeten, wenn alte Kraftwerke vom Netz gehen, die Sonne stärker scheint oder der Wind ordentlich bläst. Die energieintensiven Industrien wurden auch 2015 in wachsendem Umfang entlastet.

Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für das Handelsblatt belegen, dass sich die Kosten der Energiewende für Stromkunden auf 28 Milliarden Euro pro Jahr belaufen. Umgerechnet auf einen Privathaushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden sind das 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende. Diese Kosten enthalten die Förderung der erneuerbaren Energien und die dadurch verursachten Kosten des Netzausbaus.

EEG-Umlage und Netzentgelte 2015

Die EEG-Umlage sank 2015 das erste Mal seit ihrer Einführung von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Gleichzeitig kündigten 24 der 33 großen Netzbetreiber an, ihre Gebühren ab 01.01.2015 anzuheben.
Deutschlandkarte Netzentgelte für 2015

EEG-Reform – Große Hoffnungen und doch kein Aufatmen

Die EEG-Umlage ist 2015 zwar gesunken, was aber nicht auf die EEG-Reform zurückzuführen ist. Denn die Umlage für 2014 wurde bereits zu hoch angesetzt, weil Prognosefehler aus den Jahren davor und ein dickes Minus von 1,5 Milliarden Euro auf dem EEG-Konto ausgeglichen werden mussten. Inzwischen ist das Konto bei einem Plus von rund 2 Milliarden Euro. Experten des Öko-Instituts und der Denkfabrik Agora-Energiewende errechneten eine mögliche Absenkung auf 5,8 Cent. Laut Spiegel setzten die Beamten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) stattdessen den Preis nach Vorgaben der Netzbetreiber fest – auf die bekannten 6,17 Cent pro Kilowattstunde.

Diese Mehrkosten, die nun von den privaten Stromkunden gezahlt werden, fließen in eine sogenannte Liquiditätsreserve, mit der die Netzbetreiber Kontoschwankungen im Jahresverlauf ausgleichen sollen. Nach Berechnungen der Strombranche wird so eine milliardenschwere Reserve gar nicht benötigt.

Wie reagiert man auf diese Entwicklung?

StromvergleichVerbraucher müssen selbst die Strompreisbremse ziehen, denn fasst man die Prognosen zusammen, ist bestenfalls mit einem Seitwärtstrend in der Entwicklung zu rechnen. Das Einsparpotenzial liegt bei einem Anbieterwechsel bei etwa 30 % wie die Finanzexperten von Stiftung Warentest durchgerechnet haben. Berlin liegt mit 420 € Einsparung für einen 4 Personen Haushalt an der Spitze, dicht gefolgt von Hannover (380 €) und Bremen (340 €).

Wenn Sie den Anbieterwechsel in Erwägung ziehen, sichern Sie sich einen Tarif mit mindestens 12-monatiger Preisgarantie. Im Stromrechner finden sie alle aktuellen Tarife für 2018. Sie können direkt online den Anbieter wechseln. Alle Wechselformalitäten, inkl. Kündigung, übernimmt der neuer Stromanbieter.

Abonnieren Sie kostenlos: News, Zahlen und Statistiken zum Thema Strompreise






STROMPREISENTWICKLUNG 2014

Wie stark sind die Strompreise 2014 gestiegen?

Strompreise 2015Stromkunden mussten auch 2014 wieder mit steigenden Strompreisen leben. Gründe dafür waren die gestiegenen Stromnetzentgelte und die Erhöhung der EEG-Umlage von 5,28 auf 6,24 Cent pro kWh.  Damit setzte die Strompreisentwicklung ihren zehnjährigen Aufwärtstrend fort, in denen sich die Preise fast verdoppelt haben.

Die Preise an den Strombörsen sinken zwar seit knapp sechs Jahren – laut Statistischem Bundesamtes im letzten Jahr um rund 14 % – aber nur wenige Energieunternehmen gaben diese Preise an ihre Kunden weiter.

Rund 30 % der Stromanbieter hatten laut Verbraucherportal Verivox die Tarife zum 01.01.2014 um etwa 3,5 % angehoben. Die Anbieter, die ihre Preise zum Jahreswechsel stabil gehalten haben, zogen im Laufe des Jahres im einstelligen Prozentbereich nach. Bereits zum 1. April setzten 32 Versorger die Preise im Schnitt um 4,5 % rauf. Viele Stromanbieter nutzten die Sommermonate für eine Preissteigerung, als die Kunden mit Fussball und Urlaubsplanung abgelenkt waren.

Bester Strompreis für Ihr Zuhause STROMVERGLEICH

Klare Worte vor der EEG-Reform

Bereits bevor sich Bund und Länder auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einigten, prognostiziert der Vorsitzende der Kommission zur Energiewende, Andreas Löschel, einen Anstieg der EEG-Umlage von derzeit 6,24 Cent pro Kilowattstunde um weitere 2 Cent in fünf Jahren.

“Die Kosten für Endverbraucher steigen seit zehn Jahren und alle Indikatoren zeigen weiter stark nach oben.” Andreas Löschel, Vorsitzender der Kommission zur Energiewende

Die verabschiedete Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird den Strompreisanstieg aber nicht stoppen – davon ist auch der Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Johannes Kempmann überzeugt. Die Versorger werden die höheren Kosten für den Netzausbau und Reservekraftwerke an die Verbraucher weiterreichen. Allein in die regionalen Verteilnetze müssen in den nächsten zehn Jahren etwa 25 Milliarden Euro investiert werden.   Das Interview im Manager Magazin

„Auf Euro und Cent kann ich es nicht beziffern, aber es geht auf jeden Fall nach oben, nicht nach unten“ Johannes Kempmann, Cheflobbyist der Energiewirtschaft

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Was macht unseren Strom eigentlich teuer? Wir erklären Ihnen das mal!

 

Nicht zu viel bezahlen! PREISVERGLEICH

News zur Strompreisentwicklung

Strompreisentwicklung: Im Norden zu viel, im Süden zu wenig Strom

Die EU-Kommission plant, Deutschland in zwei Strompreiszonen aufzuteilen. Auslöser sind die wachsenden Ungleichgewichte in der Stromerzeugung, unter denen Deutschlands Nachbarländer Polen und Belgien leiden, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kommissionskreise. Künftig könnte der Börsenstrom in Süddeutschland teurer sein als in Norddeutschland. Denn während im Norden zu viel Strom produziert wird, sind die Kapazitäten im Süden knapp. Die EU-Kommission sucht seit Monaten nach Lösungen, um die Probleme in den Griff zu bekommen, die mit Deutschlands Energiepolitik einhergehen. Dänemark und Norwegen beklagen sich Berichten zufolge darüber, ihren Ökostrom nicht nach Südeuropa leiten zu können. Polen und Tschechien wiederum bemängeln, dass deutscher Strom aus Deutschlands Netzen wegen fehlender Kapzitäten in die Netze der Nachbarländer abfließt und eben dort zur Überlastung führt.
Die Zweiteilung der Preiszonen sollen einen Anreiz schaffen, den längst verschlafenen Netzausbau in Deutschland voranzutreiben und den Bau von Windkraftanlagen im Süden Deutschlands nicht einschlafen zu lassen.

Stromkunden zahlen jährlich hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten

Deutsche Stromkunden haben in den letzten Jahren hunderte Millionen Euro zu viel an Netzentgelten bezahlt. Darüber berichtet das ARD-Magazin MONITOR. Obwohl die Netzbetreiber laut Gesetz nur 9,05 % Eigenkapitalrendite aufweisen dürfen, erzielten die Monopolisten nach Recherchen von MONITOR zum Teil deutlich höhere Renditen.

Eine Untersuchung des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bundesnetzagentur kommt zu dem Ergebnis, dass die Stromnetzbetreiber zwischen 2006 bis 2012 im Schnitt eine Eigenkapitalrendite von 14,4 % erwirtschaftet haben -also weit mehr als die gesetzlich vorgegebenen 9,05%.

„Die Renditen sind eindeutig zu hoch. Und das müssen die Verbraucher über ihre Stromrechnung bezahlen“, kritisiert Niels-Sönnick Schnoor vom Verbraucherzentrale Bundesverband gegenüber MONITOR.

Ihre Prognose zur Strompreisentwicklung 2019: Wie teuer wird der Strom?

Energy Girl
@Mteon ich stimme Dir zu, das ist bei der Entwicklung der Strompreise nicht fair. Stromkunden in SH zahlen mitunter mehr für den Transport ihrer kWh, die praktisch vom Windrad aus dem Nachbarsdorf stammt, als die Freunde in Bayern, für die die Leitungen gebaut werden. Es gibt politische Bemühungen, das zu vereinheitlichen... Aber es wird sicher wie immer: im besten Fall steigen die Strompreise für ein paar Monate nicht, dafür wird jede Menge verwaltet und Sonderausnahmen verhandelt.
Mteon
Komisch, die Netznutzungsentgelte werden individuell in den Zonen Tennet( Erhöhung um 80%), Amprion( Erhöhung weit geringer ca. 20%), etc. auf die Verbraucher umgelegt, jedoch ist die EEG-Umlage für ALLE gleich, was auch gerecht erscheint. Tennet investiert sehr viel Geld in die Netze, jedoch ohne merkliche Verbesserung in Richtung "Stromabtransport" in den Süden. Warum? Die bekommen traumhafte Renditen für diese Maßnahmen. Es geht hier also nicht um Sinn und Verstand, sondern um Rendite!!!!!!!!!!! Viele Tage im Jahr werden viele MWh im Norden abgeregelt, wobei die Eigentümer der Windkraftanlagen auch dafür viel Geld bekommen. Wenn die Politik nicht in der Lage ist, hier entsprechend nach den Bedarf zu reglementieren, müssen wir uns nicht WUNDERN, wenn der Strompreis in 2020 auf > 35 Cent/KWh ansteigen wird. Jährlich einen Wechsel durchzuführen reduziert die Kosten, jedoch in Summe werden diese weiterhin steigen und wir schauen zu. Trittin sagte vor vielen Jahren, dass die Energiewend
Gewohnheit
Ich erwarte die unangenehme Post vom Stromanbieter wie jedes Jahr Anfang Dezember. Er wird mich wieder als Werbung getarnt darüber informieren, dass er den Strompreis 2016 leider so nicht mehr halten kann und 2017 erhöhen muss.
Der kleine Hans
Strompreisentwicklung 2017? Ich schätze mal mit allem Drum und Dran, also mehr Ökostromzulage und mehr Netzgebühr, kommen wir über 32 Cent.
silke.hansen
Standard glaube ich, pro KWh Strom ca. 30 Cent. Das sind 720 € jährlich für 2.400 KWh. Bei mir gibt es leider keinen billigeren Stromanbieter.
Isselhorst zu Welchen Strompreis zahlen Sie 2016 pro kWh?
Seit Mai 2016 zahl ich 22 Cent bei 4000 kWh Strom an Stromio in Gütersloh. Weniger als der Durchschnitt :-) Vorher bei den Stadtwerken war der kWh Preis 29 Cent.
jaguar89
@simons-sermon - da biste aber in der grundversorgung, oder? ganz bei dir in der nähe zahl ich 25 pro kWh strom.
simons-sermon
Jedenfalls nicht die 28,69 Cent pro kwh, von denen hier die Rede ist. Als Single in Wismar kosten mich der Strom (1600 kwh) 630 Euro - das sind fast 40 Cent. Prima Strompreis!
SJ65
Ich weiß es genau wohin sich meine Strompreise 2017 entwickeln denn gestern flattert mir eine saftige Erhöhung ins Haus. Plus 2,1 Cent pro Einheit mehr.
Herr-Pohl
Dem Energiepreis-Monitor zufolge, der sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und von Eurostat stützt, wurde Strom für Nutzer erstmals seit November 2015 wieder günstiger - um 0,2 Prozent.
Energy Girl
@Sparsamer. Das ist eine unternehmensstrategische Entscheidung. Sicherheit oder Flexibilität spielen dort eine große Rolle. Der Strompreis vom 20.07.2016 betrug 3,22 ct/kWh. Wie sich die Preise entwickelt haben, erklärt das IWR recht ausführlich Link
Sparsamer zu Ihre Prognose zur Strompreisentwicklung 2017: Wie teuer wird der Strom?
macht es als Gewerbe mit einem Verbrauch von 143.000kw/h Sinn einen Rahmenvertrag mit einem Arbeitspreis von 3,7ct/kwh jetzt schon für 01.01.2018 bis z.B. 31.12.2020 fest zu vereinbaren, oder ist eine kürzere Laufzeitvereinbarung mit Preisgarantie sinnvoller
Energy Girl
@neueinzug "schleunigst wechseln" ist einen gute Idee. Aktueller Strompreis bei einem seriösen Anbieter in Bad Herrenalb 28,9 Cent pro Kilowattstunde
Neueinzug
Mein aktueller Strompreis: 33,8 Cent pro Kilowattstunde in Bad Herrenalb. Ja, ich muss schleunigst wechseln
SanFranziska
Guter Artikel, erklärt einiges. Ich bin gerade wiede rzurück in Deutschland (nach 10 Jahren Amerika) und habe direkt einen Schock gekriegt, als ich gesehen habe, was die Stadtwerke für den Strom haben wollen. Die Strompreisentwicklung in Deutschland ist Besorgnis erregend!!!
Palmer
Die Strompreisentwicklung in Deutschland und der gesamten EU ist entsetzlich. Alleine im zweiten Halbjahr 2015 gabe es laut Eurostat einen Preisanstieg bei den Stromkosten um 2,4 Prozent. Der durchschnittliche Strompreise pro kWh liegt bei 21,1 Cent. In Deutschland liegen wir mit 28,3 Cent weit darüber, weshalb wir weiter auf Platz 2 landen. Noch teurer ist es nur in Dänemark. Die ungeheure Strompreisentwicklung ist in Deutschland größtenteils auf Steuern und Umlagen zurückzuführen. Wir zahlen 54 Prozent des Strompreises an den Staat. Am stärksten besteuert wird in Dänemark, denn hier gehen vom Strompreis 69 Prozent zurück ins Staatssäckl.
Energy Girl
@sowas Ein aktueller Strompreis, der für jeden Wohnort gilt, ist schwer zu ermitteln. Im bundesdeutschen Durchschnitt beträgt der Strompreis pro kWh 28,69 Cent.
sowas
Was kostet eine kwh Strom 2016?