2019-05-19

Strompreise: Das sagt die Presse im Oktober

In der Presseschau vom Oktober:

strompreis newsSpiegel „Energiewende: Seehofers Extrawunsch kostet Stromkunden Milliarden“, Welt „So trotzen Sie den Psychotricks Ihres Stromanbieters“, MDR „Warum bei den Strompreisen die DDR noch existiert“ Morgenpost „So ungerecht sind die Strompreise in Deutschland“

Energiewende: Seehofers Extrawunsch kostet Stromkunden Milliarden

Der von den Koalitionsspitzen im Sommer verabredete Vorrang für Erdkabel beim Bau der großen Stromtrassen wird Milliarden kosten. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte, dürften die zusätzlichen Kosten für die Erdverkabelung von Gleichstromtrassen zwischen drei und acht Milliarden Euro liegen. Die Mehrkosten müssen die Stromkunden über die Netzentgelte bezahlen.

So trotzen Sie den Psychotricks Ihres Stromanbieters

Dieser Tage werden Millionen Bundesbürger von ihrem Versorger enttäuscht. Entweder lässt ihr Anbieter nichts von sich hören, oder er serviert den Kunden eine Preiserhöhung. Das verwundert Experten und verärgert Verbraucher. Denn lange war das Umfeld nicht mehr günstig für Preissenkungen wie jetzt. Die Rohstoffpreise für Öl, Kohle und Gas purzeln. Auch deshalb müssen die Versorger beim Einkauf von Strom so wenig zahlen wie seit gut zehn Jahren nicht. Dazu kommt: Die staatlich auferlegten Kosten aus der Förderung erneuerbarer Energien sind erstmals seit Einführung 2003 gesunken. Die so genannte EEG-Umlage war in den vergangenen Jahren das meist benutzte Argument für steigende Preise.

Warum bei den Strompreisen die DDR noch existiert

MDR

Strom wird teurer, Jahr für Jahr. Auch 2016 wieder, denn die Ökostrom-Umlage steigt erneut. Doch viel interessanter als die Höhe der Ökostrom-Umlage ist das sogenannte Netzentgelt. Auch das bezahlen wir mit unserer Stromrechnung mit und auch das steigt und steigt. Allerdings im Osten Deutschlands stärker als im Westen. Das spüren die Verbraucher – und die Industrie.

So ungerecht sind die Strompreise in Deutschland

Die Energiewende trifft den Osten, die Verbraucher zahlen deutlich mehr. Die Berliner Wirtschaftssenatorin Yzer findet das ungerecht. Milliardenkosten, die immer ungerechter verteilt sind: Das deutsche Stromnetz wird durch die Energiewende stark belastet und muss teuer in Schuss gehalten und ausgebaut werden – doch die Verbraucher zahlen unterschiedlich viel dafür, je nachdem, wo sie wohnen. Nun ist ein heftiger Streit um die Kostenverteilung entbrannt. Insbesondere Berlin und die ostdeutschen Bundesländer fühlen sich benachteiligt und wollen, dass alle deutschen Haushalte und Betriebe gleich viel zahlen. Im Fokus steht das sogenannte Übertragungsnetz: Das sind die großen Stromleitungen, die unter 220 oder 380 Kilovolt Spannung stehen und sich, meist gut sichtbar auf großen Masten rund 35.000 Kilometer durch das Land ziehen.