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Daten, Fakten & Meinungen zur Windkraft

Windenergie in Deutschland

Deutschland hat mit 50.018 Megawatt in Europa die meiste Windleistung installiert [32,5%] und war auch 2016 wieder Spitzenreiter bei den Neuinstallationen [44%]. Ende des Jahres 2016 lieferten hierzulande 28.217 Windkraftanlagen etwa 12,3% des in Deutschland erzeugten Stroms. Der Wind leistete mit fast 80 Terawattstunden insgesamt den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ende 2016 waren in Deutschland pro Kopf 604 Watt Windenergie-Leistung installiert. [82,8 Mio. Einwohner 2016]

Zahlen zu Windenergie-Zubau und Stromerzeugung
JahrZubau Land und SeeStromerzeugung
20165.443 MW79,8 TWH
20155818 MW79,2 TWH
20145278 MW57,3 TWH
20133327 MW51,7 TWH
20122415 MW50,7 TWH
20112085 MW48,9 TWH
20101551 MW37,8 TWH

Im Dossier finden Sie Infografiken mit Zahlen, Meinungen und Fakten zum Windenergie-Markt in Deutschland und der Wind-Branche.
Die Infografiken stehen unter der Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung.

Zahlen zu Windenergie-Zubau, Stromerzeugung, Arbeit, Investitionen

Windenergie in Deutschland: Factsheet 2016

Windenergie Deutschland ChartsEnde 2016 lieferten 28.217 Windkraftanlagen an Land und auf See gemeinsam 12,3% des in Deutschland erzeugten Stroms. Der Wind leistete mit fast 80 Terawattstunden insgesamt den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und hätte damit 22,8 Millionen deutsche Haushalte* mit Strom versorgen können. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland mit 10% der installierten Leistung auf Platz 3 hinter China [43%] und den USA [15%]. In Europa hat Deutschland mit 32,5% die meiste Windenergie-Leistung installiert und führt auch bei den Neuinstallationen.

Ausbau der Windenergie in Deutschland

Der Windenergieausbau auf dem deutschen Festland erreicht – vor der Einführung des neuen Ausschreibungsmodels – noch einmal Spitzenwerte. Gemäß den von der Deutschen Windguard ermittelten Zahlen stiegen die Neuinstallationen um 24% gegenüber 2015. Es wurden Onshore insgesamt 1.624 neue Anlagen mit einer Windenergie-Leistung von 4.625 Megawatt [MW] installiert.

Auf See speisten Ende des Jahres 156 Offshore-Windenergieanlagen [OWEA] mit einer Leistung von 818 MW neu ins deutsche Stromnetz ein. Der Zubau ist im Vergleich zum Vorjahr um 64% geringer, da im Jahr 2015 durch netzbedingte Nachholeffekte vergleichsweise viele Windräder neu ans Netz angeschlossen wurden.

Gemeinsam wurden an Land und auf See im vergangenen Jahr 1.780 Windräder mit einer Leistung von 5.443 MW an das deutsche Stromnetz angeschlossen und damit ist die 50.000 Megawatt-Schwelle überschritten. Der dem Jahr 2016 zugerechnete Gesamtzubau liegt 6,4% unter dem Vorjahresniveau.

Verteilung der Windkraft in Deutschland

41,6% aller in Deutschland onshore installierten Windkraftanlagen stehen in Windparks in den beiden entwicklungsstärksten Ländern Niedersachsen [9.324 MW] und Schleswig-Holstein [6.449 MW]. Mit 19,5% führt Niedersachsen den Bundesländervergleich hinsichtlich des Brutto-Zubaus 2016 an und verweist Schleswig-Holstein [14,1] – nach 3 Jahren an der Spitze – und Nordrhein-Westfalen [12,2%] auf die Plätze.

Offshore ist mit 3.769 MW die meiste Windleistung in der Nordsee zu finden [92%] und auch nur dort wurden im letzten Jahr Windkraftanlagen [156 Stück, 818 MW] ans Netz angeschlossen. In der Ostsee stehen 4 Windparks mit 339 MW Leistung. … weiter zu den Details

Entwicklung der Windräder

Die Windtechnologie hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Der Trend zu größeren und leistungsstärkeren Windrädern setzt sich ungebrochen fort. Seit der Jahrtausendwende dominiert die 2-bis-3-Megawatt-Klasse den Markt, doch die Bedeutung der 3-bis-5-Megawatt-Klasse nimmt deutlich zu.

Im Jahr 2016 betrug die Leistung einer an Land neu installierten Windenergieanlage im Durchschnitt 2.848 kW. Das sind 4% mehr als im letzten Jahr und 155% mehr als noch im Jahr 2000 [1.115 kW]. Der durchschnittliche Rotordurchmesser eines Windrades liegt heute mit 109 Metern 88% über dem Wert von 2000 [58 m] und auch die Nabenhöhe ist auf 128 Meter um gut 80% [71 m] gewachsen. Auf See betrug die durchschnittliche Leistung der neu installierten Anlage 5.244 kW. Das entspricht einer Steigerung von 27% gegenüber dem Vorjahr. Der Rotordurchmesser offshore liegt bei knapp 145 m und die Nabenhöhe bei 104 m.

Investitionen in die Windenergie

Die Windenergie war auch 2016 die investitionsstärkste Sparte, die mit 9,2 Mrd. € einen Anteil von 64,8% am gesamten EE-Investitionsvolumen von 14,2 Mrd. € erreichte. Obwohl 2016 das bisher dritthöchste Investitionsvolumen verzeichnet wurde, gingen die Investitionen im Vergleich zum Rekordjahr 2014 [12,1 Mrd. €] um 24% zurück.

2016 wurden im Onshore-Bereich 6,57 Mrd. € investiert und damit nur 1,4% weniger als im Rekordjahr 2014. Im Vergleich zum Vorjahr [2015: 5,21] konnten die Investitionen um 26% gesteigert werden. Offshore betrug das Investitionsvolumen 2,61 Mrd. €. Damit liegen die Investitionen in die Windenergie auf See 41,5% unterhalb des Vorjahresniveaus.

Arbeitsplätze in der Windindustrie

Die Windenergie ist mit einem Anteil von 43% der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren Energien [330.000 Jobs gesamt]. Im Jahr 2015 waren in Deutschland 142.900 Menschen in der Wind-Branche beschäftigt – 122.400 davon arbeiteten für die Windkraft an Land und 20.500 waren in der Offshore-Entwicklung tätig. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitsplätze in der Branche um 4% zurückgegangen.

* Durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh
Monatliche Windstromproduktion in Deutschland

STROMERZEUGUNG AUS WINDENERGIE 2016

Nach dem starken Windjahr 2015 lagen die Wetterverhältnisse 2016 unter dem 10­-Jahresdurchschnitt. Die Windräder zwischen Nordsee und Alpen erzeugten trotzdem fast 80 Milliarden Kilowattstunden [Mrd. kWh] Strom und lagen damit auf Vorjahresniveau, was am deutlichen Zuwachs in der Offshore-Sparte lag. Der Windkraftertrag an Land sank um 7% auf etwas mehr als 66 Mrd. kWh; die Anlagen auf See konnten die Produktion um 50% steigern [von 8 auf 12 Mrd. kWh].

Am 8. Februar 2016 sorgte das Sturmtief „Ruzica“ für einen neuen Windstromrekord. Die Windkraftanlagen in Deutschland lieferten am späten Abend circa 36,6 Gigawatt – mehr als jemals zuvor. Die zweitbeste Windstromeinspeisung wurde in den Morgenstunden des 4. Januar 2016 mit 36,6 GW gemessen.

Windenergie lieferte in 6 Monaten des Jahres mehr Strom als Kernenergie und übertraf im Februar die Produktion aus Steinkohlekraftwerken.

Quelle: Fraunhofer ISE Energy Charts     Stromerzeugung, Wind,  Windenergie, Windkraft, Strom, 2016
Anteil der Energiequellen an der Bruttostromerzeugung

Strommix 2016: Stromerzeugung in Deutschland

Die Jahresauswertung der deutschen Bruttostromerzeugungsdaten zeigt ein leichtes Wachstum bei den Erneuerbaren Energien. Ökostom-Anlagen lieferten im Jahr 2016 rund 191,4 Terawattstunden [Mrd. kWh]. Somit wurde 2,1% mehr regenerativer Strom in das öffentliche Netz eingespeist als im Vorjahr [187,4 TWh].

Photovoltaik-Anlagen trugen im letzten Jahr 38,3 TWh zum deutschen Strommix bei. Die Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1% verringert. Windenergieanlagen produzierten im Jahr 2016 circa 79,8 TWh und lagen damit minimal [0,6 TWh] über dem Wert von 2015. Der geringe Anstieg in der Stromerzeugung trotz hoher Ausbauzahlen im Windsektor ist den Wetterbedingungen geschuldet. Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im vergangenen Jahr 118 TWh und liegen damit auf dem zweiten Platz hinter der Braunkohle [150 TWh], aber noch vor der Steinkohle [110 TWh] und Kernenergie [84,9 TWh].

Die Wasserkraft produzierte…

… 21,5 TWh, Biomasse [inkl. Siedlungsabfälle] speiste 51,7 THW ins Stromnetz ein. Beide liegen damit auf dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die Stromerzeugung aus Kohle- und Kernkraftwerken hat 2016 leicht abgenommen. Kernkraftwerke lieferten 2016 rund 7,5% weniger Energie [84,9 TWh] was laut Fraunhofer ISE vor allem mit der Abschaltung des Reaktors Grafenrheinfeld im Juni 2015 zusammenhängt.

Auch die Stromerzeugung aus Braunkohlekraftwerken ging leicht zurück – 4,5 THW oder 2,9%. Steinkohle trägt nur noch 17% [110 TWh] zum Energiemix 2016 bei, was einem Verlust von 1,2 Prozentpunkten am Strommix entspricht. Der verminderte Kohleeinsatz schlägt sich laut Berichten der Agora Energiewende auch in der Klimabilanz nieder. Die CO2-Emissionen für die Stromproduktion gingen 2016 leicht zurück und lagen bei 306 Millionen Tonnen [-1,6% gegenüber 2015].

Besonders stark zugenommen hat 2016 die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken. Insgesamt erzeugten sie rund 78,5 Terawattstunden, was einer Steigerung von 26,6% im letzten Jahr entspricht. Der Grund für diesen Anstieg sind die gefallenen Großhandelspreise für Erdgas. Mit einem Anteil von 12,1% am Erzeugungsmix lieferte Gas fast so viel Strom wie Kernkraftwerke [13,1%].

Laut Agora Energiewende liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch bei 32,3%, was einem Anstieg um 0,8 Prozentpunkte entspricht.

Quelle: Destatis     2016, Deutschland, Strommix, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung
Gesamtleistung neu installierter Anlagen in Deutschland, On- und Offshore

Ausbau der Windenergie 2010 – 2016

2016 wurden auf dem deutschen Festland 1.624 Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4.625 Megawatt [MW] installiert. Damit war 2016 das zweitbeste Jahr seit Beginn der Windenergie-Entwicklung an Land. Die Brutto- Zubauleistung des Rekordjahres 2014 [4.750 MW] wurde nur leicht unterschritten.

Offshore gingen im Verlauf des Jahres 156 Windkraft-Anlagen mit einer Spitzenleistung von 818 MW erstmals ans Netz. Die Leistung der Neuinstallationen auf See hat im Vergleich zum Vorjahr um 64% abgenommen. Der Rekordzubau 2015 beruhte wiederum auf Nachholeffekten durch verzögerte Netzanbindungen aus dem Vorjahr.

Gemeinsam wurden an Land und auf See…

… im vergangenen Jahr 1.780 Windräder mit einer Leistung von 5.443 MW an das deutsche Stromnetz angeschlossen. Damit liegt der 2016 zugerechnete Gesamtzubau 6,4% über dem Vorjahresniveau.

Ende 2016 waren in Deutschland insgesamt 28.217 Windenergie-Anlagen [Land 27.270 | See 947] mit einer Gesamtleistung von 50.018 MW [Land 45.911 MW | See 4.108 MW] installiert.

Die von der Deutschen WindGuard ermittelten Zahlen berücksichtigen auch die 238 an Land installierten Repowering-Anlagen mit einer Leistung von 679 MW. Eine Repowering-Anlage ist ein Windrad, für dessen Errichtung ein altes in Landkreisnähe abgebaut wurde.

Regionale Verteilung neu installierter Windkraftanlagen, On- und Offshore

Verteilung der Windenergie in Deutschland 2016

In Deutschland stehen insgesamt 28.217 Windräder mit einer Gesamtleistung von 50.018 Megawatt [MW].

42% der an Land installierten Windkraft-Anlagen stehen im Norden Deutschlands. Hier liegen auch die beiden entwicklungsstärksten Länder: Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Niedersachsen liegt mit einer installierten Leistung von 9.327 MW weit vor Schleswig-Holstein [6.449 MW]. Gemessen an der Fläche eines Bundeslandes stehen in Schleswig-Holstein aber die meisten Windräder pro Quadratkilometer [km²]. Dort wurden bis Ende 2016 umgerechnet 408 Kilowatt [kW] pro km² installiert.
Bei der Zahl der Neuinstallationen wurde Schleswig-Holstein nach 3 Jahren in Führung von Niedersachsen abgelöst. Mit 900 MW wurden dort 19,5% der neuen Windräder errichtet. Der Brutto-Zubau des Landes hat sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt.
Nordrhein-Westfalen liegt mit 211 Anlagen [564 MW] knapp hinter Schleswig-Holstein [651 MW] an dritter Stelle.

In der Mitte der Bundesrepublik…

… stehen 43% aller Windenergieanlagen. Das entwicklungsstärkste Land ist hier Brandenburg mit einer Leistung von 6.337 MW.

In den südlichen Bundesländern befinden sich 15% der deutschen Windenergieanlagen. Rheinland-Pfalz ist hier nicht nur das entwicklungsstärkste Bundesland [3.159 MW], hier stehen mit 159 kW pro km² auch anteilig die meisten Windkrafträder.

Eine deutliche Steigerung von 141% gegenüber den Vorjahres-Installationen gab es in Baden-Württemberg, das mit 347 Megawatt etwas mehr Leistung installierte als Bayern [340 MW].

In der Nordsee wurden 156 Offshore-Windenergie-Anlagen [OWEA] mit einer Leistung von 818 MW erstmals ans Netz angeschlossen. Damit ist der Anlagenbestand in der Nordsee auf 845 OWEA mit einer Gesamtleistung von 3.769,5 MW gewachsen. In der Ostsee bleibt der Stand unverändert. Dort sind 102 OWEA mit einer Leistung von 338,8 MW in Betrieb.

Quelle: Deutsche WindGuard, BWE, Wikipedia      Windenergie, Deutschland, Verteilung, Windparks

Liste | Datenbank der Windparks in Deutschland:

Aachen (18 500 kW, 12 Windkraftanlagen)
Aarbergen (225 kW, 1 Windkraftanlage)
Abelbeck (1 600 kW, 2 Windkraftanlagen)
Ablaß (16 500 kW, 11 Windkraftanlagen)
Achim (18 600 kW, 10 Windkraftanlagen)
Achmer Vinte (20 700 kW, 9 Windkraftanlagen)
Achtrup (9 150 kW, 5 Windkraftanlagen)
Ackendorf (1 500 kW, 1 Windkraftanlage)
Ackendorf/Gutenswegen (12 000 kW, 6 Windkraftanlagen)
Adelebsen (2 400 kW, 4 Windkraftanlagen)
Adelshofen (2 Windkraftanlagen)
Adensen (4 000 kW, 8 Windkraftanlagen)
Aderstedt (5 600 kW, 4 Windkraftanlagen)
Aderstedt I (9 000 kW, 5 Windkraftanlagen)
Aderstedt II (25 200 kW, 14 Windkraftanlagen)
Adlergrund 500 (72 000 kW, 20 Windkraftanlagen)
Adlergrund GAP (155 000 kW, 31 Windkraftanlagen)
Adlergrund Nordkap (155 000 kW, 31 Windkraftanlagen)
Adlerhorst (12 500 kW, 5 Windkraftanlagen)
Admannshagen-Bargeshagen (2 900 kW, 5 Windkraftanlagen)
mehr Informationen

Bruttobeschäftigung Windenergie in Deutschland 2006 – 2015

Arbeitsplätze in der Wind-Branche

Der Wind leistet mit 12,3 % heute den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In den letzten 10 Jahren stieg die Beschäftigtenquote im Windsektor um knapp 74%, womit er auch der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren ist.

Im Jahr 2015 waren in Deutschland 142.900 Menschen in der Windenergie-Branche beschäftigt – 122.400 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 20.500 waren in der Offshore-Entwicklung tätig. Mit wachsendem Anlagenbestand gewinnt vor allem der Bereich „Betrieb und Wartung“ zunehmend an Bedeutung. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Beschäftigung um 4% abgenommen.

 Quelle: BMWi      Arbeitsplätze, Jobs, Windenergie, Windbranche
Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien

Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft

Laut einer TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien für 93% der Deutschen sehr wichtig und die Mehrheit steht regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel der Befragten finden Solar- und Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft gut oder sehr gut. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz laut AEE. Bei den Solarparks erhöht sich die Zustimmung von 73 auf 90%, bei Windkraft von 52 auf 69% und bei Biogas von 39 auf 56%.

Im Gegensatz dazu…

… ist die Akzeptanz gegenüber konventionellen Kraftwerken deutlich geringer. Aber auch hier steigt die Zahl der Befürworter mit dem Erfahrungswert. Bei Gaskraftwerken erhöht sich die Akzeptanz von 19 auf 40%, bei Kernkraft von 5 auf 17%. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit Kohlekraft, steigt die Zustimmung sogar von 6 auf 30%.

Im Jahr 2012 befürworteten laut TNS Emnid noch 77% der Befragten (ohne Vorerfahrung) den Bau eines Solarparks im direkten Umfeld. Die Umfragewerte für Windkraftanlagen sinken etwas [56%]. Kohlekraft hat 2%punkte Zustimmung verloren. Atomkraft legt 2%punkte zu und erreicht so den Akzeptanzwert von 2010 – dem Jahr vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima.

 Quelle: AEE, TNS Emnid    Akzeptanz, Zustimmung, Windpark, Windenergie, Atomkraft, Solar, Kraftwerk

Windenergie in Europa

Europa zählt neben Asien und Nordamerika zu den größten Windenergiemärkten weltweit. Ende 2016 waren in den europäischen Ländern Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 154.000 Megawatt [MW] installiert. Damit löst die Windenergie Kohle als zweitwichtigste Energiequelle ab. Deutschland führt mit 50.018 MW das Länderranking in Europa an und liegt mit einem Anteil von 32,5% deutlich vor Spanien [15%] und Großbritannien [9,5%].
In Europa wurden im vergangenen Jahr 12,5 GW neue Windkraftkapazität installiert und ans Netz angeschlossen. Dies ist zwar ein Rückgang um 3% gegenüber 2015, jedoch mehr als jede andere Energieform.
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 43,6% aller Neuinstallationen verzeichnet. Gefolgt von Frankreich [12,5%] und den Niederlanden [7,1%]
2016 wurden 27,5 Mrd. € zur Finanzierung der Windenergieentwicklung investiert. Das waren 5% mehr als im Jahr 2015.

Top 10 Länder mit der meisten installierten Windenergie-Leistung 2016 in Europa
LandInstallierte Leistung Ende 2016 [MW]Neuinstallationen 2016 [MW]
Deutschland50.0195.443
Spanien23.07549
UK14.542736
Frankreich12.0651.561
Italien9.257282
Schweden6.519493
Polen5.782682
Portugal5.316268
Dänemark5.227220
Niederlande4.328887

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