Netzentgelte Strom: Entwicklung, Stand und Prognose 2019

Die Netzentgelte sind Gebühren, die von den Stromnetzbetreibern für die Nutzung ihrer Stromnetze erhoben werden. In Deutschland gibt es 4 große Übertragungsnetzbetreiber und 875 Verteilnetzbetreiber. Die 4 Übertragungsnetzbetreiber Tennet, 50Hertz, Amprion und TransnetBW betreiben die Höchstspannungsnetze, die den Strom über große Entfernungen in Deutschland transportieren. Regionale Anbieter [Verteilnetzbetreiber] liefern den Strom dann bis zum Endkunden. Die Netzentgelte in Deutschland variieren zur Zeit noch je nach Einzugsgebiet und sind abhängig von Investitionen in die Netzstruktur, Bevölkerungsdichte und notwendigen Netzeingriffen zur Stabilisierung.

Vereinheitlichung der Netzentgelte

Ab 2019 werden die Netzentgelte der 4 großen Übertragungsnetze bundesweit vereinheitlicht. Dass jetzt im Norden und Osten Deutschlands sofort die Strompreise sinken, ist unwahrscheinlich, denn das Gesetz sieht vor, die Netzentgelte schrittweise bis 2023 anzugleichen. Ab 2019 werden die Netzentgelte erstmalig bundeseinheitliche Anteile enthalten.

Bundeseinheitliche Anteile am Übertragungsnetzentgelt soweit veröffentlicht:

• Höchstspannung bis 2.500 Benutzungsdauerstunden: 1,95 €|kW [Leistung] und 0,47 Cent|kWh [Arbeitspreis]
• Höchstspannung über 2.500 Benutzungsdauerstunden: 11,28 €|kW [Leistung] und 0,09 Cent|kWh [Arbeitspreis]
• Umspannung Höchstspannung in Hochspannung bis 2.500 Benutzungsdauerstunden: 3,02 €|kW [Leistung] und 0,54 Cent|kWh [Arbeitspreis]
• Umspannung Höchstspannung in Hochspannung über 2.500 Benutzungsdauerstunden: 14,94 €|kW [Leistung] und 0,06 Cent|kWh [Arbeitspreis]
Quelle: enet

Ein weiterer Teil der Netzentgelte wird jedoch von den Übertragungsnetzbetreibern individuell festgelegt, was zu unterschiedlichen Preisen in den Netzgebieten führt.

Netzentgelte für 2019

Netzentgelte Strom 2019
Tabelle: Vorläufige Netzentgelte 2019, Quelle enet

Eine Senkung der Preise für 2019 für den Höchstspannungsbereich haben Amprion, Tennet und 50 Herz angekündigt. Ob TransnetBW ebenfalls reduziert, bleibt abzuwarten.
In der Umspannung haben alle 4 Netzbetreiber die Preise verringert, doch die Senkung der Preise bei Arbeits- und Leistungspreis ist sehr unterschiedlich [vgl. Tabelle]. Tennet reduziert zwischen 2 und 7%, Amprion von 7 bis 36%, 50 Hertz bis 41% und TransnetBW bis zu 28%.

Entlastungen sollten Stromkunden noch nicht fest einplanen, denn es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung der Netzentgelte der regionalen Anbieter in diesem Jahr verlaufen wird.
Tennet gibt eine Vorschau darauf, was Kunden im Einzugsgebiet erwarten können. Demnach würden die Netzentgelte für einen durchschnittlichen Haushalt [3.500 kWh|Jahr] um knapp 5% auf etwa 75 €|Jahr sinken.

Laut Tennet verursachen Redispatch-Maßnahmen, mit denen Transportengpässe im Stromnetz behoben werden, 60% der Kosten. Eine Änderung dieser Situation sehe man erst mit voranschreitendem Netzausbau.

Ein Grund für die im kommenden Jahr sinkenden Netzentgelte ist die Auskopplung der bisher enthaltenen Umlage für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Nord- und Ostsee. Hierfür wird 2019 eine eigene Offshore-Netzumlage eingeführt, deren Höhe gemeinsam mit der Höhe EEG-Umlage am 15.Oktober bekannt gegeben wird.

Befreiung von den Strom Netzentgelten

Nicht jeder Stromkunde zahlt denselben Anteil für die Durchleitung des Stroms. Im Jahr 2017 mussten private Stromkunden 1,1 Milliarden Euro zusätzlich aufbringen, um die Netzbefreiungen von 5.000 Firmen zu finanzieren.  [Berechnungen Bund der Energieverbraucher].
Da die energieintensive Industrie aber auch von der für 2019 erwarteten Offshore-Netzumlage weitgehend befreit ist, profitieren Unternehmen mit hohem Stromverbrauch von der Senkung der Netzentgelte besonders stark.

Entwicklung der Netzentgelte 2009 – 2018

Netzentgelte für Haushaltskunden in Deutschland: 24,7% Anteil am Strompreis

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Der zweite wichtige Bestandteil [24,7%] des Strompreises für private Haushalte sind die Netzentgelte. Sie werden von den Netzbetreibern für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erhoben. Bezahlt werden sie von den Stromanbietern, die wiederum die Kosten an ihre Kunden weitergeben. Die Netzentgelte liegen 2018 im deutschlandweiten Durchschnitt 3,2% unter dem Vorjahresniveau [nach einem Anstieg von 6,7% in 2017], doch die Zahlen schwanken in den einzelnen Versorgungsgebieten sehr stark. Mit 45% steigen die Übertragungsnetzentgelte beim Netzbetreiber Amprion im kommenden Jahr deutlich an. Auch im Südwesten, im Netz der Transnet BW, werden ab Januar um 13,3% höhere Durchleitungsgebühren berechnet. Tennet hat eine Preiserhöhung um 9% angekündigt. Die Netzentgelte im Osten Deutschlands werden im kommenden Jahr voraussichtlich um rund 11% sinken, kündigte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz an. Alle Preiserhöhungen werden mit gestiegenen Kosten für Netz stabilisierende Maßnahmen begründet. Nicht alle Verteilnetzbetreiber geben die Kosten an Ihre Kunden weiter, daher kommt es zu einer durchschnittlichen Senkung in 2018.

Je nach Region können die zu zahlenden Netzentgelte stark variieren. Vor allem in den nördlichen und östlichen Bundesländern mit hohem Windkraftpotential werden weiterhin hohe Steigerungsraten erwartet. Ein weiterer Faktor, der den Strom für alle anderen Verbraucher verteuert, ist die Netzentgeltbefreiung für Firmen mit einem hohen Stromverbrauch [~ 10 Mio. kWh] .

Seit 2009 sind die Netzentgelte um 27% gestiegen. Der in der Grafik dargestellte Wert für die Gebühren basiert auf einem Jahreshaushaltsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

Laut IWR ist der Anstieg der Netzentgelte nicht ausschließlich - wie oft berichtet wird - auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zurückzuführen. Die Investitionen in die Netze wurden von den Stromtransporteuren zwischen 1993 und 2003 um über 50% gedrosselt. Während im Jahr 1993 noch rund 4 Mrd. Euro in die Stromnetze investiert wurden, gingen die Investitionen in den folgenden Jahren immer weiter zurück, bis sie 2003 mit 1,7 Mrd. Euro den Tiefpunkt erreichten. Die Folge dieser Entwicklung ist ein hoher Modernisierungsbedarf bei den Stromnetzen. Die Investitionen steigen erst seit 2004 wieder und der entstandene Investitionsstau in die Netze löst sich langsam auf. Das Investitions-Niveau von 1993 haben die Netzbetreiber erst 20 Jahre später - im Jahr 2013 - wieder erreicht.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. [BDEW], Berechnungsgrundlage: Haushalt mit3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch

Änderung der Netzentgelte 2018 in Deutschland

Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber und voraussichtliche Anpassung der Netzentgelte 2018

Netzentgelte Strom 2018
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Stromkunden müssen im kommenden Jahr mit höheren Kosten rechnen, denn 3 der 4 deutschen Übertragungsnetzbetreiber werden ihre Preise zum Teil stark erhöhen. Die Firma Amprion in [Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz] rechnet mit Mehrkosten von 45%. Bei TransnetBW in Baden-Württemberg werde der Anstieg bei rund 13% liegen. Tennet, in deren Einzugsgebiet etwa die Hälfte der deutschen Haushalte liegt, rechnet mit einem Anstieg um etwa 9%.
Erfreulich: Die Firma 50Hertz, Betreiber der Stromleitungen in Ostdeutschland, gibt eine Preisssenkung für 2018 mit 11% bekannt.

Die Netzbetreiber können mit dem raschen Ausbau von Windkraft und Photovoltaik nicht Schritt halten. Weil das Stromnetz mit den Schwankungen überfordert ist, fallen Kosten in Milliardenhöhe für die Gegenmaßnahmen [Redispatch] an. Der Hauptanteil des Anstiegs der Netzentgelte gehe auf das Konto solcher "netzstabilisierenden Notmaßnahmen".

Die Netzentgelte machen knapp 25% des Strompreises für private Haushalte aus. Sie werden von den Netzbetreibern für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erhoben und liegen bereits 2017 im Schnitt 6,7 % über dem Vorjahresniveau.

Redispatch Wikipedia

[Die Angaben sind vorläufig und können sich bis Jahresbeginn 2018 noch ändern.]

Sinkende Netzentgelte in weiten Teilen Deutschlands

Zum 1. Januar 2018 könnten in vielen Regionen Deutschlands die Strompreise sinken, denn die Gebühren für den Stromtransport werden in einem Großteil der Netzgebiete günstiger.

Im Norden und Osten Deutschlands werden 2018 geringere Gebühren berechnet.
Ob sich die Preise für Endkunden ändern, entscheidet der jeweilige Stromanbieter. Senken die Energielieferanten in diesen Netzgebieten die Preise nicht, wird den Stromkunden die Ersparnis vorenthalten und sie zahlen überzogene Gebühren, denn eine Weitergabe fallender Preiskomponenten ist nicht verpflichtend.

Im Westen und Südwesten steigen die Netzentgelte mehrheitlich. Geben die Stromanbieter diese Kosten weiter, müssen Verbraucher mit steigenden Strompreisen zum Jahreswechsel rechnen.

Änderungen bei den Netzentgelten bei einem Verbrauch von 3.500 kWh [Durchschnittshaushalt 3 Personen]

StromnetzbetreiberRegion3.500 kWh
Avacon NetzNiedersachsen, Sachsen-Anhalt-28 €
BayernwerkBayern-27 €
Drewag NetzDresden-37 €
Edis NetzBrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern-95 €
Enercity NetzgesellschaftHannover-30 €
Energienetz MitteHessen, Niedersachsen, Thüringen, Westerwald, Westfalen-28 €
EWE NetzNiedersachsen-33 €
SW Kiel NetzKiel-2 €
Main Donau NetzNürnberg-24 €
Mitteldeutsche Netzgesellschaft (Mitnetz)Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Altenburger Land-33 €
Mittelhessen NetzGießen-11 €
Netzdienste Rhein-MainFrankfurt am Main-22 €
Netz LeipzigLeipzig-31 €
Schleswig-Holstein NetzSchleswig-Holstein, Niedersachsen-16 €
Stromnetz BerlinBerlin-28 €
Stromnetz HamburgHamburg-4 €
Stuttgart-NetzeStuttgart0
SWM-InfrastrukturMünchen-37 €
Thüringer EnergienetzeThüringen-39 €
Wemag NetzMecklenburg-Vorpommern, Brandenburgs-29 €
WesernetzBremen, Bremerhaven-33 €
Westfalen Weser NetzOstwestfalen, Niedersachsen-43 €
Dortmunder NetzDortmund3 €
Düsseldorfer NetzgesellschaftDüsseldorf11 €
Energienetz SaarSaarland4 €
Energienetze MittelrheinKoblenz13 €
InfrawestAachen14 €
Mainzer NetzeMainz, Hessen18 €
Münster NetzMünster in Westf.16 €
Netze BWBaden-Württemberg26 €
Rheinische NetzgesellschaftKöln, Rheinland5 €
Stadtwerke Bochum NetzBochum10 €
Stadtwerke WiesbadenWiesbaden7 €
WestnetzNordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen6 €
Quelle: Verteilnetzbetreiber (Finanztip-Erhebung, 17. Oktober 2017) Strom Preise inkl. MwSt.

Entwicklung der Netzentgelte 2008 – 2017

Netzentgelte für Haushaltskunden in Deutschland: 25,6% Anteil am Strompreis

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Der zweite wichtige Bestandteil [25,6%] des Strompreises für private Haushalte sind die Netzentgelte. Sie werden von den Netzbetreibern für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erhoben. Bezahlt werden sie von den Stromanbietern, die wiederum die Kosten an ihre Kunden weitergeben. Die Netzentgelte liegen 2017 im Durchschnitt 6,7% über dem Vorjahresniveau. Als Grund für diese Steigerung wird der erforderliche Aus- und Umbau der Stromnetze genannt. Je nach Region können die zu zahlenden Netzentgelte stark variieren. Vor allem in den nördlichen und östlichen Bundesländern mit hohem Windkraftpotential werden weiterhin hohe Steigerungsraten erwartet. Firmen mit einem hohen Stromverbrauch [~ 10 Mio. kWh] sind seit 2011 von den Netzentgelten befreit, was den Strom für alle anderen Verbraucher verteuert. Seit 2008 sind die Netzentgelte um 27% gestiegen. Der in der Grafik dargestellte Wert für die Gebühren basiert auf einem Jahreshaushaltsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

Laut IWR ist der Anstieg der Netzentgelte nicht ausschließlich - wie oft berichtet wird - auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zurückzuführen. Die Investitionen in die Netze wurden von den Stromtransporteuren zwischen 1993 und 2003 um über 50% gedrosselt. Während im Jahr 1993 noch rund 4 Mrd. Euro in die Stromnetze investiert wurden, gingen die Investitionen in den folgenden Jahren immer weiter zurück, bis sie 2003 mit 1,7 Mrd. Euro den Tiefpunkt erreichten. Die Folge dieser Entwicklung ist ein hoher Modernisierungsbedarf bei den Stromnetzen. Die Investitionen steigen erst seit 2004 wieder und der entstandene Investitionsstau in die Netze löst sich langsam auf. Das Investitions-Niveau von 1993 haben die Netzbetreiber erst 20 Jahre später - im Jahr 2013 - wieder erreicht.

Anstieg der Netzentgelte in Deutschland 2017

Kosten für den Stromtransport für private Haushalte, Veränderung zu 2016

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Zum Jahreswechsel erhöhen sich die Gebühren für den Stromtransport im bundesdeutschen Durchschnitt um etwa 9%. Einem 4-Personen-Haushalt [5.000 kWh|Jahr] entstehen damit Mehrkosten von 34€ netto im Jahr.

Die Erhöhungen fallen jedoch regional sehr unterschiedlich aus. Während die Netzkosten im Nordosten [Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein] im kommenden Jahr Spitzenwerte erreichen, bleiben sie im Südwesten stabil [Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz].

Das bereits bestehende Missverhältnis bei den Netzgebühren steigt damit im kommenden Jahr weiter an. Im Osten der Republik sind die Kosten für die Netznutzung ab Januar 2017 im Schnitt 54% höher als im Westen.

In Bremen zahlen private Stromkunden nur 305€ für den Stromtransport, in Brandenburg wird mit 614€ pro Jahr mehr als doppelt so viel [101%] in Rechnung gestellt.

Quelle: Netzbetreiber, Verbrauchszahlen: Check24

Netzentgelte in Deutschland 2017

Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber und voraussichtlicher Anstieg der Netzentgelte 2017

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Stromkunden müssen im kommenden Jahr mit höheren Kosten rechnen, denn die 4 deutschen Übertragungsnetzbetreiber werden ihre Preise zum Teil stark erhöhen. Die Firma Tennet, in deren Einzugsgebiet etwa die Hälfte der deutschen Haushalte liegt, rechnet laut Unternehmenschef Urban Keussen mit einem Anstieg um etwa 80%. Die Firma 50Hertz, Betreiber der Stromleitungen in Ostdeutschland, gibt den Preisanstieg für 2017 mit 45% an. Amprion in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz rechnet mit Mehrkosten zwischen 10 und 12%. Bei TransnetBW in Baden-Württemberg werde der Anstieg bei rund 5% liegen.

Die Netzbetreiber können mit dem raschen Ausbau von Windkraft und Photovoltaik nicht Schritt halten. Weil das Stromnetz mit den Schwankungen überfordert ist, fallen Kosten in Milliardenhöhe für die Gegenmaßnahmen [Redispatch] an. Der Hauptanteil des Anstiegs der Netzentgelte von Tennet gehe auf das Konto solcher "netzstabilisierenden Notmaßnahmen", sagte Keussen. "Nur fünf Prozent sind durch den Netzausbau begründet."

Die Netzentgelte machen knapp 25% des Strompreises für private Haushalte aus. Sie werden von den Netzbetreibern für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erhoben und liegen bereits 2016 im Schnitt 5,7 % über dem Vorjahresniveau.

Redispatch Wikipedia

Neueste Nachrichten zu den Netzentgelten

Netzentgelte sollen vorerst nicht weiter steigen

Der Präsident der Bundesnetzagentur [BNetzA], Jochen Homann, rechnet mit stabilen Stromnetzentgelten. Wie er erklärte, müssen die Stromkunden in Deutschland für den Posten der Netzkosten vorerst wohl nicht noch viel mehr zahlen als bisher. Allerdings sei die Entwicklung nicht einheitlich: „In einigen Regionen wird es einen Anstieg geben, in anderen werden sie sinken.“ so Homann. Schon in diesem Jahr sanken die Netzgebühren in einigen Regionen, was laut Homann unter anderem an geringeren Ausgaben für die sogenannten vermiedenen Netzentgelte lag.

Netzentgelte BNetzA

Netzentgelte sinken im Norden

Schleswig-Holsteins Stromverbraucher können aufatmen. Erstmals seit mehreren Jahren könnten die Strompreise im nördlichsten Bundesland wieder leicht sinken. Die Netzentgelte – die gut ein Viertel des Strompreises ausmachen – werden 2018 im Norden „um rund vier Prozent sinken“, das teilte die Schleswig-Holstein Netz AG am Mittwoch mit. Das Unternehmen ist für einen Großteil des Stromnetzes zwischen Nord- und Ostsee verantwortlich. Für einen durchschnittlichen Privatkunden würden die Netzentgelte nach der Prognose bei 10,3 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Netzentgelte SHZ.de

Strompreise 2018: Netzentgelte sinken im Osten Deutschlands

Die Netzentgelte des für den Norden und Osten Deutschlands werden im kommenden Jahr voraussichtlich um rund 11% sinken, kündigte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Freitag an. Einsparungen werden durch den voranschreitenden Stromnetzausbau möglich. 50Hertz hatte unter anderem die so genannte Thüringer Strombrücke, eine Trasse durch Thüringen Richtung Bayern gebaut. Bei Maßnahmen wie Redispatch und der Integration von Erneuerbaren-Energien-Anlagen konnten rund 50% eingespart werden.

Das Entgelt für das Übertragungsnetz macht im 50Hertz-Netz 4% des Strompreises aus, so dass diese Senkung nicht zwangsläufig zu einer niedrigeren Stromrechnung im kommenden Jahr führen muss.

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