2018-11-19

Steigende Strompreise treiben die RWE Aktie an

Seit der Abspaltung der Tochter Innogy ist RWE im Wandel und will seinen Umbau nun weiter fortsetzen. Konzernchef Rolf Martin Schmitz will die Braunkohlesparte in Zukunft stärker von der restlichen Stromproduktion trennen, doch setzt er den Fokus weiter auf konventionelle Kraftwerke.

Jedoch lohnt sich das Betreiben von Kohle- und Gaskraftwerken kaum noch, weil Erneuerbare Energien sehr viel günstiger sind. Darum fordert Schmitz verbissen einen sogenannten Kapazitätsmarkt für seine alten Kraftwerke.

Er möchte, dass die Betreiber von konventionellen Kraftwerken dafür bezahlt werden, dass sie Stromkapazitäten bereithalten, da die Einspeisung von Ökostrom noch zu schwankend ist. Eine weitere Subvention von Kohle und Gas.

In Deutschland sorgt die Bundesnetzagentur mit Eingriffen in den Strommarkt für Netzstabilität, was aber auch extreme Preisspitzen zulässt.  Die Einnahmen sind so für RWE unkalkulierbarer, doch die Aktie steigt weiter mit der Hoffnung auf steigende Strompreise.

Über RWE

RWE, gegründet 1898 als  Rheinisch-Westfälische-Elektrizitätswerk AG , ist heute einer der größten Energieversorger in Europa mit Kernkraft-, Braun- und Steinkohle-, Gas-Kraftwerken.

Innogy, eine Tochtergesellschaft von RWE, versteht sich als Energieversorger für Privathaushalte und Unternehmen. Der angebotene Ökostrom wird aus Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft gewonnen. Eprimo ist die Billigstrom-Hausmarke von RWE.

Nachrichten zu RWE und dem RWE Strompreis

RWE will neue Steinkohle- und Gaskraftwerke zukaufen, um einer möglichen Stromknappheit entgegenzuwirken, denn RWE sieht die Versorgungssicherheit als eins der Kerngeschäfte des Konzerns, wie der Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz gegenüber der F.A.Z. erklärt. Das wolle RWE „durch die punktuelle weitere Abrundung des Portfolios untermauern. Schmitz kündigt für die nächsten Jahre  steigende Strompreise aufgrund von Stromknappheit an. Und wegen seiner großen Sorge um die Versorgungssicherheit arbeitet Schmitz vehement an seiner Forderung für einen Kapazitätsmarkt zur Sicherung der Stromversorgung. Das solle den Stromkunden in Deutschland nur 2 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

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