2019-05-24

Strom Netzentgelte sinken 2018 in vielen Teilen Deutschlands

Nachdem die Netzentgelte in den letzten Jahren nur eine Richtung kannten, kündigt sich für 2018 eine Trendwende an. Das ist überraschend, weil 3 der 4 Übertragungsnetzbetreiber bereits steigende Entgelte ankündigt hatten und diese für gewöhnlich auf die kleineren Verteilnetzbetreiber umgelegt werden.


In vielen Regionen Deutschlands werden die Gebühren für den Stromtransport günstiger.

Im Norden und Osten Deutschlands werden die Entgelte gesenkt. Ob sich die Preise damit für Endkunden ändern, entscheidet aber der jeweilige Stromanbieter. Senken die Energielieferanten in diesen Netzgebieten die Preise nicht, wird den Stromkunden die Ersparnis vorenthalten.

Im Westen und Südwesten steigen die Netzentgelte mehrheitlich. Geben die Stromanbieter diese Kosten weiter, müssen Verbraucher mit steigenden Strompreisen zum Jahreswechsel rechnen.

Bislang wurden die [Verteilnetz-] Entgelte für 58% der bundesdeutschen Fläche veröffentlicht und der Trend geht hin zu sinkenden Preisen. Folgende Entlastungen sind je nach Verbrauch möglich:

Gruppe
Verbrauch
Entlastung
Singlehaushalt 1.500 kWh -3,4%
Familienhaushalt 4.000 kWh -6,8%
Gewerbebetrieb 40.000 kWh -9,7 %
Gewerbebetrieb 100.000 kWh -7%
Gewerbebetrieb 400.000 kWh -5%

Netzentgelte Strom 2018

 

Netzentgelte 2018: Hier steigen und sinken die Preise

Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 2.900 kWh kann in folgenden Netzgebieten mit einem besonders hohen Anstieg oder einer Preissenkung rechnen.

Netzbetreiber
Senkung
E.DIS Netz -18,3%
wesernetz Bremen -16,9%
TEN Thüringer Energienetze -9,7%
Bayernwerk Netz -7,5%
WEMAG Netz -6,7%
LEW Verteilnetz -6,3%
Netzbetreiber
Anstieg
KWH Netz +13,1%
Netze BW +10%
Enervie +6,6%
Westnetz +2,5%

Mehr Informationen im Dossier Netzentgelte

Quelle: ene’t