2019-11-20

Milliardeneinsparungen durch niedrigere Netzentgelte möglich

Netzentgelte für 2017Netzunabhängige Energieanbieter fordern eine Senkung der Renditen für Netzbetreiber. Strom- und Gaskunden könnten dadurch rund 6 Mrd. Euro einsparen.

Ein Gutachten im Auftrag des BNE und des Energieanbieters Lichtblick zeigt, dass der Netzausbau auch bei einem geringeren Zinssatz von 5,04 Prozent möglich ist und dies den Verbrauchern eine Entlastung von etwa 6 Milliarden Euro bei den Netzentgelten einbringen würde. Deshalb fordern Sie eine stärkere Absenkung der Eigenkapitalzinsen für Netzbetreiber.

Die Bundesnetzagentur plant aktuell eine Zinssenkung auf 6,91 % für die kommende Regulierungsperiode. Aktuell liegt der Zinssatz bei 9,05 %. Dies geht dem BNE nicht weit genug. Bei Strom- und Gasnetzen handle es sich um Monopole, das Geschäft gelte als risikoarm, erläuterte der BNE. Zinssätze für risikoarme Anlagealternativen seien nahezu auf null gefallen sind. Die Bundesnetzagentur haben diesen „Strukturbruch“ seit der Finanzkrise bei ihren Berechnungen nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Netzentgelte haben einen Anteil von 24,6% am Strompreis. Laut BNE zahlt ein Durchschnittshaushalt pro Jahr aktuell 247 Euro für den Netzanschluss.

Die Bundesregierung plant ebenfalls, die Lasten der Energiewende gerechter zu verteilen und die ostdeutschen Bundesländer zu entlasten. Brandenburgs Ministerpräsident teilte mit, dass der Bund noch in diesem Jahr die Übertragungsnetzentgelte vereinheitlichen will.

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