2019-12-07

Luftverschmutzung kostet Europa 1,6 Billionen US-Dollar pro Jahr

Kosten für Krankheiten und Todesfälle verursacht durch Luftverschmutzung

Die gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung kosten die Länder in der europäischen Region jährlich 1,6 Billionen US-Dollar, belegt eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO. Das entspricht fast 10% des Bruttoinlandsprodukts der Europäischen Union im Jahr 2013.

Luftverschmutzung gilt als das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko und war im Jahr 2012 für ca 600.000 vorzeitige Todesfälle aufgrund von Herz- und Atemwegserkrankungen, Schlaganfällen und Lungenkrebs verantwortlich.

Die WHO-Studie ist die erste Berechnung der Gesundheitskosten Luftverschmutzungsbedingter Todesfälle und Erkrankungen in den 53 Ländern der europäischen Region.
Deutschland führt die Statistik mit jährlichen Kosten von 145 Milliarden US-Dollar an (132 Mrd. €).

Großbritannien liegt mit 83 Mrd.$ auf Platz 4, wo das Problem mittlerweile den Supreme Court beschäftigt. Im Rechtsstreit um die Luftverschmutzung forderte das oberste britische Gericht gestern von der Regierung, sofortige Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität zu ergreifen.

Laut Christian Friis Bach, Exekutivsekretär der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) wird die Verringerung der Luftverschmutzung das zentrale Thema der nächsten Ministerkonferenz Umwelt für Europa sein, die 2016 in Georgien stattfindet.

Luftverschmutzung in Europa: Echtzeit-Karte des  Index für Luftqualität

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