Was kostet günstiger Strom heute?

Zur Jahrtausendwende lag der Strompreis noch unter 15 Cent und günstiger Strom kostete etwa 10 Cent pro Kilowattstunde. Alles über 20 Cent war damals ein eher teurer Stromtarif. Dann kam das Erneuerbare Energien Gesetz zur Förderung der Ökostrom-Produktion. Dann der Ausbau der Stromnetze, die den Ökostrom von den Anlagen zu den Kunden transportieren. Obwohl der Strom aus Solar- und Windkraftanlagen langfristig der günstigere Strom ist, kostet der Bau der Anlagen und der Umbau der Infrastruktur eine Menge Geld. Geld, dass der Stromkunde vor allem über die EEG-Umlage und gestiegene Netzentgelte bezahlt. Die Strompreise haben sich dadurch inzwischen mehr als verdoppelt und liegen im Durchschnitt bei fast 30 Cent pro Kilowattstunde. 25 Cent sind heute schon günstiger Strom. Wenn Sie genau wissen wollen, wie günstig Strom an Ihrem Wohnort zu bekommen ist, tragen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl und Ihren jährlichen Verbrauch ein. Der Stromvergleichsrechner findet dann den günstigsten Stromanbieter für Sie.

Stromanbieter Vergleich: Wo Deutschland am teuersten sind

Wohin sich ein Umzug lohnt und wo man mit Mehrkosten rechnen muss.
Obwohl überall in Deutschland der gleiche Strom aus der Steckdose kommt, zeigt ein Blick auf die Strompreise, dass es ein starkes Preisgefälle im Bundesgebiet gibt. Da kann ein Umzug schnell teuer werden, denn die Höhe der Stromrechnung hängt davon ab, in welchem Bundesland man lebt. Wer im Osten der Republik zu Hause ist, zahlt im Schnitt viel mehr für seinen Strom als ein vergleichbarer Haushalt im Westen Deutschlands.

Brandenburg führt die Liste der teuersten Bundesländer an. Am niedrigsten fällt die Stromrechnung für Einwohner von Bremen aus. Ein Umzug in die Hansestadt würde die Stromrechnung einer Familie also um gut 12% entlasten.
Die Plätze 2 und 3 der höchsten Stromkosten belegen Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Über niedrigere Strompreise können sich die Bewohner von Hessen, Niedersachsen und Bayern freuen.

Wie groß die Preisunterschiede im Einzelnen sind, hängt von der Wahl des Stromanbieters ab. Ein Strompreisvergleich ist auf jeden Fall empfohlen, denn bei einem Umzug kann man zum Anbieter seiner Wahl wechseln.

Stromvergleich BundesländerPreis für 4.000 kWh
Brandenburg1.180 €
Mecklenburg-Vorpommern1.164 €
Thüringen1.146 €
Hamburg1.145 €
Berlin1.140 €
Schleswig-Holstein1.139 €
Sachsen-Anhalt1.135 €
Sachsen1.133 €
Saarland1.132 €
Rheinland-Pfalz1.125 €
Baden-Württemberg1.113 €
Nordrhein-Westfalen1.101 €
Hessen1.096 €
Niedersachsen1.088 €
Bayern1.082 €
Bremen1.054 €
Beim Stromvergleich wurde ein Durchschnittsverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zu Grunde gelegt, was einer 4-köpfigen Familie entspricht.
Quelle: Verivox     Strom Vergleich, Strompreisvergleich

Warum ist Strom in den großen Städten günstiger als auf dem Land?

Zunächst können große Stadtwerke im Vergleich zu kleineren günstiger Strom anbieten, weil ihre Produktions- und Verwaltungskosten pro Kunde geringer sind. Hauptgrund sind aber die Netzentgelte, die für die Bereitstellung des Stromnetzes und den Transport des Stroms berechnet werden. Da auf dem Land viele Ökostrom-Anlagen gebaut werden, muss hier auch das Verteilernetz am stärksten ausgebaut werden und das führt jedenfalls im Moment zu höheren Kosten in den ländlichen Regionen. Weil die Netzbetreiber die Kosten aber regional an die Kunden weitergeben, verteilen sich die höheren Kosten auf dem Land auch noch auf weniger Kunden. Am stärksten betroffen von dieser Umlage-Praxis sind Menschen in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Günstiger Strom ist dafür in Berlin, Hamburg, Köln und München zu haben.

Kann ich von meinem Stadtwerk günstiger Strom bekommen als bisher?

Viele Grundversorger haben inzwischen Billigtarife, in denen sie günstiger Strom liefern als im Grundtarif. Nur sagen die das nicht so laut, damit nicht gleich alle Kunden den Stromtarif wechseln. Es ist also durchaus möglich, dass Sie beim Strompreisvergleich feststellen, dass auch Ihr bisheriger Anbieter einen viel günstigeren Tarif hat.

Warum steigen die Strompreise trotz günstigem Strom an der Börse?

Günstiger Strom an der Börse bedeutet vor allem niedrige Beschaffungskosten für die Stromanbieter. Tatsächlich lag der Börsenstrompreis in den letzten Jahren meist zwischen 3 und 5 Cent pro Kilowattstunde. Der größte Anteil der Strompreise sind aber Steuern und Abgaben wie die EEG-Umlage und natürlich Netzentgelte und Vertriebskosten. Im Vergleich zur günstigen Stromproduktion sind alle anderen Strompreis-Bestandteile in den letzten Jahren stark gestiegen.

Wie kann ich günstiger Strom beziehen, als beim örtlichen Stromversorger?

Fast jeder Tarif ist günstiger als der Standardtarif beim Grundversorger. Wenn Sie also in einen günstigeren Vertrag wechseln wollen, vergleichen Sie einfach die Stromtarife im Strompreisvergleich und wählen Sie einen der empfohlenen Tarife aus. Der Stromvergleichsrechner gibt Ihnen danach die Möglichkeit den Tarif zu buchen und innerhalb weniger Wochen günstiger Strom zu bekommen als bisher.

Günstige Stromtarife aus 3 Stromtarifrechnern
1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
kWh

Die TOP 100 Orte im Vergleich – Strom besonders teuer, Sparpotenzial sehr hoch

In den 100 deutschen Orten mit dem größten Sparpotenzial beim Stromanbieterwechsel können Kunden ihre Rechnung im Schnitt um jährlich 426 € bzw. 27 % reduzieren. In Spitze der Stromvergleiche sind sogar 661 € (36 %) im Jahr drin. Besonders hoch ist das Sparpotenzial in Waldkraiburg (BY), Zeitz (ST) und Hemhofen (BY).

Selbst am unteren Ende der Liste der 100 Orte spart eine 4-köpfige Familie durch einen Wechsel zu einem der 10 günstigsten Alternativanbieter durchschnittlich um 384 € oder 27 % (Espelkamp, NRW). Mecklenburg-Vorpommern platziert sich in den Top 100 der Stromvergleiche nur mit einer Gemeinde: In Parchim sparen Verbraucher im Schnitt der 10 günstigsten Stromanbieter durch einen Wechsel 429 €.
Stromvergleiche der TOP 100 Orte (PDF)

OrtBundeslandSparpotenzial
WaldkraiburgBY661 €36 %
ZeitzST647 €34 %
HemhofenBY535 €32 %
WyhratalSN526 €32 %
PforzheimBW493 €32 %
HoyerswerdaSN491 €30 %
BaesweilerNRW489 €31 %
NordhausenTH488 €31 %
AltheimBW483 €32 %
StolbergNRW482 €31 %
Die Strompreise basieren auf dem CHECK24-Strompreisindex und bestehen jeweils aus dem im Stromvergleich ermittelten Durchschnittspreis der 10 günstigsten Alternativangebote pro Netzgebiet für einen 4-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 5.000 kWh.

Strom-Preise-Ranking: Von günstig bis teuer

Bonn billig, Dresden teuer: Das ist die Kernaussage eines groß angelegten Strompreisvergleichs der Wirtschaftswoche. Unter den 100 größten Städten in Deutschland liegt Dresden demnach auf Platz eins in der Rangliste der teuersten Städte; Oldenburg und Flensburg sind folgen mit nur wenigen Euro Abstand. Verglichen wurde, wieviel ein 2-Personen-Haushalt pro Jahr für Strom bezahlt und da liegen die Preise in Deutschland weit auseinander. In Bonn sind es 723 € und Dresden bereits 910 €.

Frage der Woche

Woher bekommen Sie günstigen Strom?

Durchblick
Gerade arme Haushalte bezahlen besonders hohe Strompreise, weil der Wechsel zu Billiganbietern unmöglich ist (kein Computer, negative Schufa-Auskunft usw.) Woher bekommen die günstigen Strom?
Rupi zu Woher bekommen Sie günstigen Strom?
Günstiger Strom, ich darf doch bitten, 29 Cent für die Kilowattstunde ist nicht wirklich günstig.