2019-10-23

EEG-Umlage-Konto mit Milliarden-Überschuss. Drohen jetzt Strafzinsen?

eeg umlage strompreisentwicklungFür 2017 wird mit einem erneuten Anstieg der EEG-Umlage gerechnet. Mindestens 7,1 Cent sind im Gespräch, was einem Anstieg von knapp 12 % entspricht. Dabei liegt ein Überschuss von 3,4 Milliarden Euro auf dem EEG-Konto. Legt man den Ertrag eines durchschnittlichen Jahres zugrunde, dürfte der Kontostand zum Winter weiter steigen. Die Netzbetreiber befürchten jetzt, für diesen Milliarden-Überschuss in Zukunft Strafzinsen zahlen zu müssen und wollen daher ihre „stille Reserve“ von aktuell 10 % auf 5 % halbieren. So soll ein noch steilerer Anstieg der EEG-Umlage verhindert werden.

Die Liquiditätsreserve soll Schwankungen auf dem EEG-Konto abmildern, welche entstehen, wenn die prognostizierte und die tatsächliche Ökostromerzeugung sich im Laufe des Jahres unterschiedlich entwickeln. Laut Angaben der Netzbetreiber betrug die Reserve für dieses Jahr 2,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil an der EEG-Umlage von 0,6 Cent. Halbiert dieser Posten, werden Verbraucher mit 0,3 Cent pro Kilowattstunde weniger belastet. Bei einer Durchschnittlichen Familie mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh entspricht das einer Einsparung von 10,5 Euro.

Verfolgen Sie die Strompreisentwicklung für 2017.

1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
kWh