2019-01-18

Abschlagszahlung zu hoch? Wehren Sie sich.

Zu hohe Abschlagszahlungen sind ein Ärgernis für viele Stromkunden. Jetzt hat die Verbraucherzentrale acht Stromanbieter abgemahnt, mit Erfolg! Diese Stromanbieter wollen sich nun an die Regeln halten.

Überhöhte Abschlagsforderungen gehören laut den Verbraucherzentralen zu den Geschäftspraktiken vieler Versorger. Immer wieder berechnen die Anbieter zu hohe Vorauszahlungen für Strom. Bei einer Reihe von Energieversorgern hat das regelrecht Methode.

„Die Forderungen mancher Energieunternehmen sind oft absurd. Teilweise wird die Höhe der Abschlagszahlungen willkürlich beibehalten, obwohl der Verbrauch laut Abrechnung erheblich gesunken ist“

Jürgen Schröder von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Abmahnung für 8 Stromanbieter

Diese Gefahr der Willkür hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen bei 8 Stromanbietern gesehen. Nach Prüfung der AGB stellte sich heraus, dass die Energieversorger die Höhe der Abschläge auf Grundlage einer Verbrauchsprognose, oder eines voraussichtlichen Verbrauchs festlegen. Wie genau der Verbrauch ermittelt wird, wurde jedoch nicht beschrieben.  Wegen dieser Formulierungen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) wurden nun 8 Stromanbieter abgemahnt.

Diese Stromanbieter verpflichteten sich per Unterlassungserklärung, die betroffenen AGB-Klauseln in Zukunft nicht mehr zu verwenden.

  1. ESWE
  2. Tchibo
  3. Energieversorger Friesenenergie
  4. Econsum
  5. NEW
  6. enQu
  7. Bonus Strom
  8. Systemstrom.

Bei Problemen können sich Kunden an die Verbraucherzentrale wenden. In besonders schwierigen Fällen kann man auch eine Beschwerde bei der Schlichtungsstelle Energie einreichen.

Prüfen Sie die Abschläge der Stromanbieter vor Ort
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